Donnerstagmorgen, ein Blick auf die neuesten Zahlen vom Statistischen Bundesamt: Laut vorläufiger Schätzung wurden in deutschen Beherbergungsstätten im April 2026 rund 39,5 Millionen Übernachtungen gezählt. Klingt nach jeder Menge Trubel, ist aber gegenüber dem April 2025 ein Minus von 3,1 Prozent. Interessanterweise schrumpfte die Anzahl der Nächte, die deutsche Gäste hierzulande verbrachten, sogar um 3,9 Prozent (insgesamt 32,9 Millionen Nächte). Gäste aus dem Ausland zeigten sich dagegen robuster und verbuchten mit 6,6 Millionen immerhin einen leichten Zuwachs von 0,6 Prozent.
Blickt man auf die ersten vier Monate im Jahr, summiert sich das Ganze auf 126,1 Millionen Übernachtungen – minimal mehr als Anfang 2025, aber eben noch nicht zurück auf dem Höchststand von knapp 127,2 Millionen Übernachtungen aus dem Jahr 2019. Der inländische Tourismus kam auf 104,8 Millionen Übernachtungen, die internationalen Gäste auf 21,3 Millionen – beide Zahlen nur mit einer kleinen Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das klingt nüchtern. Und doch bleibt nach all den Krisenjahren das Gefühl: Der Tourismus in Deutschland lebt, aber er springt nicht von selbst auf die Beine. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass das Wetter oder andere spontane Faktoren dafür gesorgt haben, dass die Leute lieber zu Hause geblieben sind. Wer weiß das schon ganz genau.
Der April 2026 brachte mit 39,5 Millionen Übernachtungen in deutschen Herbergen weniger Gäste als erwartet, vor allem durch den Rückgang der inländischen Buchungen. Im internationalen Vergleich bleibt Deutschland bei Übernachtungen durch ausländische Gäste zwar stabil, aber der entscheidende Schub bleibt aus. Hintergrundrecherchen zeigen, dass dieses leichte Minus auch auf wirtschaftliche Unsicherheit, gestiegene Preise und einen durchwachsenen Frühlingsbeginn zurückzuführen ist – viele Deutsche sparten 2026 am Kurzurlaub, während ausländische Touristen zunehmend stabile oder leicht steigende Zahlen aufwiesen. Auch aktuelle Meldungen aus der Branche thematisieren das Ringen um Mitarbeiter, die Konkurrenz durch Ferienwohnungen und die fortschreitende Digitalisierung: Hotels setzen zunehmend auf smarte Buchungslösungen und individuelle Angebote, um Gäste zu binden. Laut Bundesverband Dehoga warnen zahlreiche Betriebe vor Kaufkraftverlusten, die sich direkt auf das Reiseverhalten der Menschen auswirken, wobei die Situation in den deutschen Großstädten besonders angespannt bleibt. In Summe bleibt die Lage fragil und ein nachhaltiger Aufschwung lässt auf sich warten.