Manchmal erzählen Zahlen viel mehr als trockene Wirtschaftstheorie: Laut Destatis fielen die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse im April 2026 im Vergleich zum März 2026 nochmals um 1,5 Prozent. Kurios ist dabei, dass sich pflanzliche und tierische Produkte gegenläufig entwickelten: Während Produkte wie Kartoffeln und Äpfel günstiger wurden (bei Kartoffeln über die Hälfte billiger!), legten die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse leicht zu – zumindest im Monatsvergleich. Innerhalb eines Jahres sind die Karten aber neu gemischt: Fast alle pflanzlichen Produkte wurden billiger, vor allem Obst (-24,3 Prozent), mit Äpfeln, die um ein Drittel nachgaben, und Kohlgemüse. Gemüse blieb insgesamt kaum verschont, aber wo Schatten ist, ist manchmal auch Licht: Tomaten und Gurken wurden teils richtig teuer. Der Getreidemarkt bewegte sich nach unten (-11,7 Prozent), während beim Wein ein schwacher Preisanstieg zu sehen war. Was die Tiere betrifft: Hauptgrund für den 12,4-Prozent-Rückgang waren die gefallenen Milchpreise – fast ein Viertel weniger als im Vorjahr. Eier wurden dagegen teurer, Schlachtschweine billiger, Rinder und Geflügel zum Teil teurer. Ein ständiges Auf und Ab, das sich kaum in einer durchgehenden Linie festhalten lässt.
Die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise in Deutschland setzen im April 2026 ihren Abwärtstrend fort und sanken erneut zweistellig zum Vorjahr, angetrieben vor allem von Preisrückgängen bei pflanzlichen Produkten wie Kartoffeln, Obst und Getreide. Preisschwankungen bei tierischen Erzeugnissen verliefen differenzierter: Während die Milchpreise einbrachen, verteuerten sich Eier und manche Geflügelarten. Die Ursachen liegen teils in überschüssigen Lagerbeständen, günstigerer Importware und rückläufiger Nachfrage, was Milchbauern und Ackerbauern gleichermaßen vor Herausforderungen stellt. Hinzu kommt laut aktuellen Medienberichten (z. B. von FAZ und SZ), dass globale Handels- und Witterungseinflüsse auf den Agrarmarkt Druck ausüben und Verbrauchende die Preisentwicklung unterschiedlich zu spüren bekommen. In den letzten Tagen wurde außerdem darauf hingewiesen, dass politische Unsicherheiten, Exportengpässe und die Aufhebung von Schutzzöllen auf Importe aus der Ukraine die Märkte in Europa stark bewegen (siehe u. a. [FAZ](https://www.faz.net) und [Zeit](https://www.zeit.de)).