Es gibt diese Spiele, wo von Beginn an alles in eine Richtung kippt. Schon nach fünf Minuten netzt Brobbey für die Niederlande ein: Der Pass von Gakpo – ehrlich, so einen sieht man auch nicht alle Tage –, punktgenau und direkt verwertet. Zwölf Minuten später déjà-vu, denn wieder ist Brobbey zur Stelle. Malen schiebt rüber, Brobbey schiebt ein – Routine, Klarheit, kein Zögern.
Im zweiten Durchgang dachte sich dann Gakpo wohl, jetzt wird’s Zeit für’s eigene Tor. 47. Minute, Vorlage Dumfries, Abschluss Gakpo, drin das Ding. Sieben Minuten später: Schweden im Konter-Modus überrumpelt, Gakpo schnürt den Doppelpack. Schweden gibt danach nicht einfach auf – das macht den Ehrentreffer durch Elanga in der 59. Minute ein wenig weniger bitter. Es bleibt aber bei Kosmetik, denn Summerville hat spät noch Spaß am Toreschießen und stellt mit dem 5:1 endgültig die Weichen auf Kantersieg.
Einige Zuschauer mögen sich an das klassische Holland erinnern, an schnelle Außenspieler, freche Kombinationen – davon gab’s heute reichlich. Schweden hingegen? Das Bemühen war zu sehen, die defensive Stabilität blieb aber löchrig. Überraschend vielleicht, wie lange es dauerte, bis Schweden ins Spiel fand – und dass sie trotz allem weiter mutig nach vorne arbeiteten, verdient Anerkennung. In der Gruppe F sind die Niederländer nun klar vorne, während bei Japan und Tunesien noch alles offen ist. Aber, sind wir ehrlich: Wer heute Oranje gesehen hat, dürfte die Favoritenrolle kaum anders verteilen.
Die Niederlande dominieren Schweden bei der Fußball-WM mit 5:1 dank starker Leistungen von Brobbey und Gakpo. Das Team spielt nicht nur ergebnisorientiert, sondern auch mit der typischen niederländischen Eleganz und Freigeistigkeit, die Fans so oft im Oranje-Fußball bewundern – das Fehlen übertriebener Taktiererei fällt angenehm auf. Laut übereinstimmenden Medienberichten gab es bereits im Vorfeld Anzeichen für die neue Spielfreude unter Trainer Ronald Koeman, die sich nun in der Gruppenphase auszahlt, während Schweden trotz der Niederlage noch theoretische Chancen auf das Weiterkommen hat. Zudem betonen aktuelle Analysen aus der niederländischen Presse die Variabilität im niederländischen Angriff und verweisen darauf, dass gerade die jungen Spieler Selbstbewusstsein tanken konnten. In anderen internationalen Stimmen wird diskutiert, ob Oranje mit diesem Schwung tatsächlich bis ins Halbfinale marschieren könnte.