Die Debatte rund um die SPD-Steuervorschläge zeigt, wie groß die Spannungen zwischen den Regierungsparteien bleiben. Während die SPD darauf pocht, hohe Einkommen stärker zur Kasse zu bitten, hält CDU-Vorsitzender Friedrich Merz dagegen und warnt vor zu großer Belastung der Leistungsträger – die berühmte "ausgequetschte Zitrone". Spannend ist, dass laut aktueller Umfragen ein erheblicher Teil der Bevölkerung eine stärkere Besteuerung von Millioneneinkommen oder großen Erbschaften befürwortet, während Wirtschaftsvertreter und einige Ökonomen vor Standortnachteilen warnen. Neuere Berichte in der 'FAZ' und der 'Süddeutschen' legen dar, dass sich die Koalition intern bereits auf Grundpfeiler für eine Reform verständigt habe, aber beim Umfang, insbesondere bei der Frage nach der Erbschaftssteuer, weiterhin hart verhandelt wird. Zugleich wächst laut 'taz' und 'zeit.de' der gesellschaftliche Druck auf die Parteien, steuerpolitisch für mehr Gerechtigkeit zu sorgen – insbesondere angesichts der anhaltenden Haushaltskrise und wachsender Armutsschere. Die Grünen stützen dabei überwiegend den SPD-Kurs, während die FDP, ähnlich wie die CDU, Steuererhöhungen für Wohlhabende kategorisch ablehnt.