Warken verspricht Modernisierung der E-Patientenakte

Trotz verhaltener Resonanz und wiederholter Kritik hält Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) an der elektronischen Patientenakte fest und stellt konkrete Verbesserungen für Patientinnen und Patienten in Aussicht.

heute 10:38 Uhr | 4 mal gelesen

Man könnte meinen, die digitale Transformation des Gesundheitswesens wäre ein Selbstläufer – doch: Die elektronische Patientenakte (kurz: ePA) schlummert bisher eher als Schattenwesen im System. Nina Warken lässt sich davon jedoch nicht abschrecken. Gegenüber der "Rheinischen Post" betonte sie, dass die ePA das Herzstück der digitalen Medizin bleiben soll, trotz Skepsis und Zurückhaltung vieler Versicherter. Der Plan? Mehr Anwendungen reinpacken: Von digitalen Überweisungen über ersteinschätzende Tools bis hin zur Terminvermittlung. Interessant an der ganzen Sache ist: Auch wer keine endlose Krankheitsakte mit sich herumträgt, soll anfangen, einen Nutzen zu sehen – zum Beispiel durch schnellere Terminfindung. Es ist aber nicht alles Gold, was blinkt, das räumt Warken ein. Der Zugang zur ePA soll endlich alltagstauglicher werden, verspricht sie. Heißt: weniger Hürden beim Einloggen, ohne das Datenschutzgefühl im Papierkorb zu entsorgen. Die Telematikinfrastruktur kriegt eine Generalüberholung, damit sie nicht beim kleinsten Windstoß zusammenklappt. An einem Punkt kennt die Ministerin kein Pardon: Auch Krankenkassen und Ärztinnen dürfen nicht weiter Dienst nach Vorschrift machen, sondern sind klar in der Pflicht, das Ganze mit Leben zu füllen. Übrigens – die Gematik, also das Technik-Brain hinter dem System, soll endlich genügend Befugnisse bekommen, um nicht ständig auf halber Strecke stecken zu bleiben. Und ehrlich: Es bleibt spannend, ob die versprochenen Verbesserungen ausreichen, die ePA in den Alltag zu bringen.

Nina Warken bekräftigt, dass die elektronische Patientenakte trotz bisheriger Schwierigkeiten zentral für die Digitalisierung des Gesundheitswesens bleibt. Sie kündigt gezielte Erweiterungen wie digitale Überweisungen, Erstdiagnosen und eine integrierte Terminvermittlung an, um die Attraktivität der ePA auch für wenig krankheitsbelastete Menschen zu steigern. Außerdem sollen komplizierte Zugangsschritte vereinfacht, die technische Basis stabilisiert und die Verantwortlichkeiten der Gematik geschärft werden, wobei auch Krankenkassen und Leistungserbringer zum Engagement verpflichtet werden. Aktuelle Berichte in anderen Medien relativieren die Euphorie jedoch: Die Süddeutsche Zeitung beleuchtet etwa europäische Datenschutzbedenken rund um die ePA und mahnt mehr Transparenz und klare Schutzmechanismen an (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Auf t3n.de werden die technischen Herausforderungen der Telematikinfrastruktur detailliert analysiert, wobei besonders Sicherheitslücken in der Anbindung niedergelassener Ärzte hervorgehoben werden (Quelle: t3n). Und die Zeit berichtet von Skepsis bei Versicherten mangels konkreter Vorteile sowie fehlender Kommunikation durch die Kassen (Quelle: Zeit Online). Insgesamt steht die Reform also vor einer Mischung aus Technik-Umbau, Überzeugungsarbeit und Datenschutzdebatten.

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