Markus Söder verteidigt Einsatz für größere Mütterrente gegen harsche Kritik

CSU-Chef Söder weist im Rahmen des Politischen Aschermittwochs die Kritik an der von ihm energisch unterstützten Erweiterung der Mütterrente scharf zurück – und geht besonders gegen öffentliche Stimmen mit hohen Pensionen vor.

heute 11:31 Uhr | 2 mal gelesen

Wenn man Markus Söder zuhört, merkt man schnell, dass ihm das Thema Mütterrente nicht nur politisch, sondern durchaus auch emotional wichtig zu sein scheint. Mit ernster Miene sprach er in Passau von tief empfundenem Respekt gegenüber Millionen Frauen, die in den 1970er und 1980er Jahren Kinder großzogen – meist ohne das Privileg flächendeckender Kinderbetreuung, gerade im ländlichen Bayern, wo berufliche Optionen für Frauen ohnehin rar waren. Viele dieser Mütter, so Söder weiter, hätten heute nur sehr geringe Renten und könnten sich vieles nur schwer leisten. Und dann – gewissermaßen als Seitenhieb – kritisierte er jene, die im Fernsehen aus der Position satter Pensionen heraus gegen die Mütterrente Stimmung machen würden. Für Söder ist das schlichtweg überheblich. Ein Gedanke, den man nachvollziehen kann, wenn man an persönliche Erfahrungen denkt: Wer heute eine kleine Rente bezieht und das Wenige noch mit den Enkeln teilt, der würde vermutlich ebenfalls mehr Wertschätzung erwarten, statt Debatten um knappe Kassen. Ein umstrittener Punkt war allerdings Söders Vergleich mit Zugezogenen, die – so seine Worte – teils Leistungen erhalten, "ohne je einen Cent eingezahlt zu haben". Hier liegt politischer Sprengstoff, aber auch eine gewisse Alltagsnähe, denn viele Rentnerinnen nehmen gesellschaftliche Veränderungen hautnah wahr. Letztlich bleibt: Die Debatte um die Mütterrente ist auch eine über gesellschaftlichen Zusammenhalt und Gerechtigkeit – ganz ohne einfache Antworten.

Markus Söder hat im Rahmen des Politischen Aschermittwochs seine deutliche Unterstützung für die Ausweitung der Mütterrente bekräftigt und übt Kritik an prominenten Gegnern dieses Modells, die ihrer Meinung nach aus privilegierter Position argumentieren. Söder hebt die Lebensleistung von Müttern hervor, die in den 1970er und 1980er Jahren unter schwierigen Bedingungen Kinder erzogen und heute oft mit einer niedrigen Rente auskommen müssen. Jüngste Debatten zeigen, dass das Thema weiterhin hohe Wellen schlägt: Während der Widerstand gerade aus liberalen und wirtschaftlichen Kreisen kommt, fordern Sozialverbände und Teile der Union Verbesserungen für ältere Frauen, die jahrelang ohne Rentenanspruch zuhause gearbeitet haben. Online finden sich Berichte, dass die Bundesregierung laut tagaktuellen Medienberichten momentan keine kurzfristigen Änderungen der Mütterrente plant, obwohl die Altersarmut unter Frauen weiter steigt und betroffene Generationen sich „zunehmend vergessen fühlen“. Die Problematik bleibt damit ein Bestandteil der großen Rentendebatte – politisch zugespitzt und emotional aufgeladen.

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