Wohnungsbau in Deutschland: Zahl der Baugenehmigungen erholt sich erstmals wieder

Im Jahr 2025 bewilligten die Behörden in Deutschland den Bau von rund 238.500 neuen Wohnungen – und unterbrechen damit einen mehrjährigen Negativtrend.

heute 08:29 Uhr | 3 mal gelesen

Jahrelang sah es düster aus für den deutschen Wohnungsbau. Doch nun ein erstes zartes Aufatmen: Laut frischen, noch nicht endgültigen Daten des Statistischen Bundesamtes sind im Jahr 2025 über 238.000 Wohnungen genehmigt worden, ein Plus von gut 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zur Einordnung: 2024 lag die Zahl auf dem schwächsten Niveau seit 2010 – und jetzt zeigt die Kurve endlich wieder nach oben. Interessant finde ich dabei, dass sowohl der Neubau als auch der Umbau bestehender Gebäude – etwa aus alten Fabrikhallen moderne Lofts machen! – in den Statistiken zusammengezählt werden. Auffällig ist der starke Zuwachs bei den Neubauten: Allein 198.100 Wohnungen gehen auf ganz frische Projekte zurück, ein Anstieg von mehr als 12 Prozent. Dagegen bleibt der Umbau eher ein Nebenschauplatz. Die Dynamik spiegelt sich vor allem bei den Einfamilienhäusern (ein satter Sprung um mehr als 17 Prozent), und bei Mehrfamilienhäusern, also den typischen Mietsblöcken, in denen der Großteil der Deutschen lebt. Über 128.000 neue Wohnungen wurden hier genehmigt, fast zwei Drittel aller Neubauwohnungen. Lustigerweise stagniert ausgerechnet das Zweifamilienhaus auf niedrigem Niveau – vielleicht kein Wunder, wenn man sieht, wie wenig Bauland dafür oft vorhanden ist. Auch Wohnheime tauchen mit einem echten Satz nach oben in den Zahlen auf: 9.100 Genehmigungen, das ist gut ein Drittel mehr als im Vorjahr. Was mich ein bisschen überrascht hat: Die öffentlichen Bauherren treten immer weniger in Erscheinung. Ihre Genehmigungen für Neubauwohnungen sind ordentlich zurückgegangen (mehr als 23 Prozent Minus), während Unternehmen und Privatleute die Entwicklung ankurbeln. Ein Fazit vielleicht? Ohne privates Engagement und die Initiative der Wirtschaft bewegt sich weiterhin wenig. Ganz anders das Bild bei den Nichtwohngebäuden – da geht es bergab. Das umfasste Raumvolumen sinkt, insbesondere im gewerblichen Bereich (Lagerhallen, Fabriken, Krankenhäuser). Neben der Wirtschaftsflaute könnte hier auch die Unsicherheit in Sachen Energie, Transformation und Förderungen eine Rolle spielen.

2025 verzeichnet Deutschland nach Jahren des Rückgangs wieder einen Anstieg bei den Baugenehmigungen für Wohnungen – insgesamt konnten 238.500 Wohneinheiten genehmigt werden, was einen Zuwachs von 10,8 Prozent gegenüber 2024 darstellt. Besonders deutlich ist das Wachstum bei Neubauten und Mehrfamilienhäusern, während Umbauten und Zweifamilienhäuser nur schwach zulegen oder sogar rückläufig bleiben. Treibende Kraft beim Wohnungsbau sind vor allem Unternehmen und Privatpersonen, während die Zahl der öffentlich geförderten Projekte weiter schwindet. Für Nichtwohngebäude zeichnet sich dagegen eine negative Entwicklung ab, nicht zuletzt geprägt durch sinkende Investitionen, Energieunsicherheiten und eine wirtschaftliche Zurückhaltung in vielen Branchen. Darüber hinaus berichten zahlreiche Zeitungen, dass der deutsche Bau- und Wohnungssektor trotz der zuletzt verbesserten Zahlen weiterhin erheblichen Herausforderungen gegenübersteht – von hohen Baukosten und Finanzierungshürden bis zu Personalmangel und unklaren bundespolitischen Rahmenbedingungen. Aktuelle Stellungnahmen etwa aus dem Umweltministerium mahnen trotz erster Lichtblicke weitere Anstrengungen an, um das dringend benötigte Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr perspektivisch erreichen zu können.

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