SPD mahnt: Kooperation zwischen VW und Gewerkschaften bei Stellenabbau unerlässlich

Sebastian Roloff, SPD-Experte für Wirtschaftsthemen, appelliert an das VW-Management, die Beschäftigten und deren Gewerkschaften aktiv in die geplanten Kürzungsmaßnahmen einzubinden – und warnt ausdrücklich vor Angriffen auf gesetzliche Mitbestimmungsrechte.

heute 11:51 Uhr | 2 mal gelesen

Es ist, ehrlich gesagt, selten geworden, dass überhaupt noch jemand von einer wirklich kollektiven Strategie in Unternehmensfragen spricht. Doch genau das fordert Sebastian Roloff jetzt von VW: Offenheit, Konsens, gemeinsam nach vorn gehen. 'Wir erwarten jetzt auch kluge Strategien der Unternehmen, die gemeinsam mit den Beschäftigten und ihren Interessensvertretungen erarbeitet werden, ohne Angriffe auf das VW-Gesetz oder die Mitbestimmung', äußerte der SPD-Bundestagsabgeordnete gegenüber der Rheinischen Post. Das ist diplomatisch formuliert, aber die Stoßrichtung ist klar – kein Durchregieren über die Köpfe hinweg, sondern gemeinsames Ringen um Wege aus der Krise. Dabei betonte Roloff auch, dass die Bundesregierung über die Koalition bereits einige Schwellen für die Transformation des Sektors abgesenkt habe: Verbesserungen bei elektrischen Firmenwagen, Incentives beim Kauf von E-Autos, steuerliche Erleichterung – das alles gehört dazu. Und trotzdem, die Stimmung bleibt angespannt: Denn allein bei VW ist von der Schließung mehrerer Standorte in Deutschland die Rede, bis zu vier könnten betroffen sein. Das drohende Szenario ist für viele nicht nur ein Wirtschaftsthema, sondern auch eins, das ans Herz der industriellen Identität Deutschlands rührt. Entsprechend groß ist das öffentliche Interesse – am Donnerstagnachmittag wird das Thema deshalb auch den Bundestag beschäftigen. Ob dort neue Lösungen auftauchen, bleibt offen. Kurz gesagt: Die Lage ist fragil, die Debatte um die richtige Transformation noch längst nicht ausgestanden.

SPD-Politiker Sebastian Roloff hat VW nachdrücklich dazu aufgerufen, beim geplanten Stellenabbau in Deutschland auf einen offenen Dialog mit Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaften zu setzen, anstatt Mitbestimmungsrechte infrage zu stellen. Hintergrund ist die potenzielle Schließung von bis zu vier Werken des Automobilkonzerns, was die wirtschaftlichen und sozialen Folgen für viele Beschäftigte verschärfen könnte. Die Bundesregierung hat innerhalb der Koalition zwar bereits Maßnahmen für die Autotransformation beschlossen – etwa steuerliche Begünstigungen und Kaufprämien –, doch die strukturellen Herausforderungen bei Volkswagen bleiben akut. In den letzten 48 Stunden ging die Debatte weiter: Die Strukturkrise bei VW spitzt sich durch die zunehmende Konkurrenz und den Wandel zum E-Auto weiter zu. Medien berichten, dass gerade der Standort in Emden unter besonderer Beobachtung steht und Arbeitsplätze grundsätzlich in Gefahr sind. Die Gewerkschaften wiederum pochen auf einen fairen Interessenausgleich und rufen VW zu mehr Umsicht beim Umgang mit den Beschäftigten auf. Die gesellschaftliche Dimension ist nicht zu unterschätzen: Werksschließungen hätten nicht nur unmittelbare Auswirkungen auf die betroffenen Regionen, sondern auch auf die Bundesrepublik als Industriestandort insgesamt.

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