SPD pocht auf geplante Rentenerhöhung und kritisiert Kürzungsideen scharf

Die Sozialdemokraten verwehren sich gegen Sparpläne an der Rente, wie sie von der Jungen Union angeregt wurden – und fordern stattdessen mehr Verteilungsgerechtigkeit.

heute 15:51 Uhr | 1 mal gelesen

Ganz ehrlich, wenn ich zurückdenke, wie oft in den letzten Jahren um die Rente gefeilscht wurde, erinnert das fast an eine nie endende Debatte am Küchentisch – jeder mit seinen Sorgen, jeder mit seinen Vorschlägen. Annika Klose, die sich bei der SPD für Sozialpolitik einsetzt, hat der 'Welt' deutlich gemacht: Kein Cent soll von der Rentenerhöhung gestrichen werden, die besonders den kleinen und mittleren Einkommen hilft. Und dann kommt prompt von Johannes Winkel, dem Chef der Jungen Union, der Vorschlag, die geplante Rente gar zu kürzen – was, wie Klose meint, gar nicht nötig wäre, wenn man endlich die Superreichen angemessen besteuern würde. Das Fass bringt dann noch die Empörung der AfD zum Überlaufen: Sich an der Rentenkasse zu bedienen? Für Ulrike Schielke-Ziesing von der AfD ein absolutes Tabu, kein politisches Kleingeld. Die Sorgen klingen fast wie ein Rätsel ohne Lösung: Überall brennt es im Sozialsystem – Pflege, Gesundheit, Elterngeld, BAföG und eben die Rente. Von der Grünen-Fraktion hört man dazu ebenfalls scharfe Worte. Andreas Audretsch warnt davor, Junge gegen Alte gegeneinander auszuspielen – als ob es nicht genug sozialen Zündstoff gäbe. Und zuletzt poltert Sarah Vollath von der Linken gegen Winkel: Das echte Problem seien nicht die Renten, sondern die fehlende Bereitschaft, bei Superreichen anzusetzen. Vielleicht ein Gedanke, der bei all dem Gezänk fast untergeht: Es geht eben nicht nur um Zahlen, sondern darum, wie Gerechtigkeit in so einem wohlhabenden Land aussehen kann.

Im Kern dreht sich die aktuelle Debatte darum, ob die geplante Rentenerhöhung wie vorgesehen durchgezogen wird – oder ob angesichts knapper Kassen gekürzt werden sollte, etwa zugunsten einer Erhöhung von BAföG und Elterngeld, wie die Jungen Union es fordert. SPD, Grüne, Linke und auch die AfD lehnen solche Sparpläne an der Rente strikt ab und kritisieren, dass so verschiedene Gruppen – etwa Studierende gegen Rentnerinnen – ausgespielt werden sollen. Nach aktuellen Medienberichten ist das Thema in ganz Deutschland emotional aufgeladen, da angesichts der Inflation die Altersarmut steigt und die Frage nach einer gerechteren Finanzierung und Umverteilung immer lauter wird. Die Diskussion über die Rentenkasse ist kein rein deutsches Problem, aber besonders hierzulande eng mit dem gesellschaftlichen Zusammenhalt verknüpft. Internationale Trends zeigen, dass viele europäische Länder derzeit ähnliche Herausforderungen bei der Alterssicherung und Generationengerechtigkeit erleben.

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