Im Zentrum steht der Vorwurf, dass die konservative EVP-Fraktion im Europäischen Parlament gezielt mit rechten Parteien zusammenarbeitet, insbesondere in Bezug auf migrationspolitische Themen wie die Auslagerung von Asylverfahren ('Return Hubs') in Nicht-EU-Länder. Während SPD und Grüne Transparenz fordern und dabei auch auf neue Enthüllungen in Chat-Nachrichten pochen, widersprechen hochrangige CSU-Politiker dem Eindruck enger Kooperation und verweisen auf grundsätzliche Differenzen mit der AfD. Dennoch bleibt der Eindruck bestehen, dass parteipolitische Versprechen im parlamentarischen Alltag nicht immer klar eingehalten werden und Abstimmungsverhalten sowie informelle Kanäle mehr Macht haben als offiziell zugegeben. Nach aktuellen Recherchen wird das Thema weiter intensiv diskutiert: Die FAZ berichtet über andauernde Differenzen bei der parlamentarischen Zusammenarbeit im EU-Parlament angesichts des bevorstehenden Wahlkampfs und verweist auf die fragile Abgrenzung zu rechten Gruppen (https://www.faz.net). Daneben analysiert der Spiegel, wie sich das Wahlergebnis und politische Druck auf EVP und ihre Bündnispartner auswirkt, wobei zunehmende Polarisierung konstatiert wird (https://www.spiegel.de). Auffällig ist laut Süddeutscher Zeitung die ambivalente Haltung einiger EVP-Mitglieder, die einerseits auf Distanz zu Rechtspopulisten beharren, aber praktische Kompromisse nicht ausschließen (https://www.sueddeutsche.de).