Spritpreise klettern binnen einer Woche spürbar nach oben

Autofahrer in Deutschland müssen derzeit tiefer in die Tasche greifen: Die Preise für Benzin und Diesel haben sich im Wochenvergleich merklich erhöht. Laut aktuellen ADAC-Daten stieg der Durchschnittspreis für Super E10 auf 2,162 Euro je Liter – ein Plus von 3,7 Cent gegenüber der Vorwoche.

heute 12:19 Uhr | 4 mal gelesen

Interessanterweise legte Diesel sogar noch kräftiger zu: Im bundesweiten Schnitt kostete ein Liter jetzt rund 2,253 Euro – satte 5,3 Cent mehr im Vergleich zur letzten Woche. Nach Einschätzung des ADAC befinden sich die Kosten für Kraftstoffe nach wie vor auf einem aus Fahrersicht „deutlich überhöhten Niveau“. Das spielt natürlich all jenen nicht in die Karten, die ohnehin jeden Cent umdrehen müssen. Klar, Faktoren wie das historische Niedrigwasser am Rhein und die steigenden Rohölpreise (die Sorte Brent wurde neulich noch mit etwa 91 Dollar je Barrel gehandelt) drücken hier gewiss mit: Aber irgendwie will das alles zusammen nicht völlig erklären, wieso man an der Zapfsäule förmlich mit den Zähnen knirscht. Gibt’s vielleicht doch irgendwo einen Unsichtbaren in der Preiskette?

Preissprünge an der Tankstelle nerven nicht nur viele Autofahrer, sondern werfen auch Fragen nach den Hintergründen auf. Laut ADAC lässt sich das hohe Preisniveau nur teilweise mit äußeren Umständen wie Niedrigwasser auf dem Rhein oder dem Anstieg der Ölpreise erklären; ein transparenter Zusammenhang zwischen Kostensteigerungen und den Verbraucherpreisen ist aus deren Sicht weiter nicht klar ersichtlich. In den vergangenen Tagen berichteten mehrere Medien über erhöhte Transportkosten, Lieferschwierigkeiten und die Rolle der Mineralölkonzerne, die trotz sinkender Nachfrage an ihren Margen festhalten. Neue Recherche: Zusätzlich zur Analyse der aktuellen Preisentwicklung weisen aktuelle Presseberichte darauf hin, dass regionale Unterschiede bei den Preisen noch gravierender werden könnten, sollte sich die Versorgungslage an Deutschlands Wasserstraßen weiter verschlechtern. Außerdem diskutieren Experten, ob die Steuerlast auf Kraftstoffe eine größere Rolle spielt, als häufig angenommen – zumal die Mineralölgesellschaften offenbar wenig Bereitschaft zeigen, von ihren Gewinnspannen abzurücken.

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