Ehrlich gesagt, überraschen mich die steigenden Preise kaum noch – was bleibt einem als Autofahrer im Moment anderes übrig, als die Stirn zu runzeln? Der Ölpreis, der am Weltmarkt bekanntermaßen alles in Dollar abgerechnet wird, ist wieder nach oben geklettert. Gerade zahlt man für das Fass Brent-Öl um die 65 Dollar, was vor allem wegen eines schwächeren Euros für uns in Deutschland ins Gewicht fällt. Ein schwacher Euro? Klingt nach einem Randdetail, aber genau das macht das Rohöl, das in Dollar gehandelt wird, für uns umso teurer. Und zack: Schon findet sich das an der Zapfsäule wieder.
Kleiner Trost vom ADAC: Wer nicht morgens tankt, sondern lieber abends einen Schlenker zur Tankstelle macht, kann im Schnitt etwa 13 Cent pro Liter sparen. Gar nicht so wenig, vor allem, wenn das Haushaltskonto gerade eh Seiltanz macht. Wer übrigens clever vergleichen will – und dazu neige ich mittlerweile, ehrlich gesagt, fast zwanghaft –, kann sich mit der Spritpreis-App „ADAC Drive“ ziemlich einfach einen Überblick verschaffen. In Deutschland kann man so an über 14.000 Tankstellen die aktuellen Preise auschecken. Für mehr Details und ein bisschen Zahlenakrobatik empfiehlt sich übrigens ein Blick auf www.adac.de/tanken.
Ach ja, falls jemand noch Rückfragen hat: Der Pressebereich des ADAC ist da ziemlich fit – einfach anrufen oder eine Mail schreiben.
Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind zum zweiten Mal in Folge gestiegen: Nach aktuellen ADAC-Daten kostet Super E10 nun im Schnitt 1,743 Euro und Diesel 1,687 Euro pro Liter. Gründe hierfür sind unter anderem der gestiegene Ölpreis sowie die schwächere Position des Euro gegen den US-Dollar, was den Einkauf von Rohöl teurer macht und so die Preise an den Zapfsäulen antreibt. Neuere Berichte, etwa in der Süddeutschen Zeitung und der FAZ, analysieren allerdings auch weitere Faktoren wie politische Unsicherheiten, Spekulationen an den Rohstoffmärkten und die Auswirkungen von Fördermengen-Kürzungen innerhalb der OPEC+ Gruppe auf die langfristige Preisentwicklung. Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass die Preisunterschiede zwischen einzelnen Regionen variieren und lokale Steuern, Abgaben oder Lieferengpässe zusätzliche Preistreiber darstellen können. Inzwischen überlegen immer mehr Verbraucher, ob E-Mobilität eine Alternative sein könnte, doch auch hier gibt es Diskussionen über Versorgungssicherheit, Ladeinfrastruktur sowie die tatsächliche Umweltbilanz alternativer Kraftstoffe.