Städte im Scheinwerferlicht: Die 3sat-Reihe "Metropolen des Pop" taucht ein in urbane Kulturen

Mainz – Manche Städte Europas sind wie musikalische Schaltzentralen, in denen Trends explodieren und frische Impulse für die Popkultur zirkulieren. Die fünfteilige 3sat-Dokuserie "Metropolen des Pop" verleiht den Metropolen Stockholm, Wien, London, Mailand und Prag selbst eine Stimme – und zeigt durch persönliche Geschichten, ikonische Künstler und versteckte Szenen, welch lebendiges Pop-Universum hinter den Stadtmauern pulsiert. Alle Folgen sind ab dem 10. Juli 2026 digital in der 3sat-Mediathek verfügbar, im TV läuft der Auftakt am Samstag, 1. August 2026 um 19:20 Uhr.

02.07.26 12:52 Uhr | 1 mal gelesen

"Metropolen des Pop: Stockholm" – Samstag, 1. August 2026, 19:20 Uhr

"Ich bin die Bühne, auf der Klassik und Moderne tanzen", lässt sich Stockholm im Film vernehmen. Die Folge erkundet, wie Schwedens Hauptstadt zum Magneten für Trendsetter avanciert ist – Musik-Exportschlager, lässige Mode, cleveres Design und abgründige Geschichten aus Literatur und Kino. Prominente Kreative wie Ulf Ekberg (Ace of Base), Zarah "Sheego" Christenson, Marina Kereklidou oder Autor Jan Arnald nehmen uns mit in ihre pulsierende Welt.

"Metropolen des Pop: Wien" – Samstag, 8. August 2026, 19:20 Uhr

Wien, die Stadt des bittersüßen Understatements, wird hier als ironische Diva porträtiert. Abseits der prunkvollen Tradition brodelt eine Szene aus Satire, Experiment und Widerspruch – etwa mit Falco, Voodoo Jürgens, Ulrich Seidl oder der Band Toxische Pommes. Persönlichkeiten wie Josef Hader oder Tom Neuwirth öffnen einen Blick auf den subversiven Herzschlag der Stadt.

"Metropolen des Pop: London" – Samstag, 15. August 2026, 19:20 Uhr

London – ein brodelnder Kessel, in dem royalistische Manieren und anarchischer Witz kollidieren. Von 1920er-Revolutionärinnen bis zu Punk, Britpop oder Grime portraitiert die Episode eine Stadt der Stilsprünge und Gegenkulturen. Nova Twins-Mitglieder Georgia South und Amy Love oder Stand-up-Star Tiff Stevenson zeigen die vielen Gesichter der britischen Metropole.

"Metropolen des Pop: Mailand" – Samstag, 29. August 2026, 19:20 Uhr

Mailand gibt sich selbstbewusst als Herz Italiens: international gefeierte Mode, Design-Ikonen und eine Popgeschichte zwischen Celentano und Italo-Disco. Zu Gast sind etwa Starproduzent Mauro Pagani, die extravagante M¥SS KETA und Modedesignerin Gentucca Bini. Es geht quer durch die Musikgeschichte – und immer auch ums Lebensgefühl zwischen Espresso-Bar und Catwalk.

"Metropolen des Pop: Prag" – Samstag, 5. September 2026, 19:20 Uhr

Prag nimmt die Zuschauer:innen mit in eine Welt zwischen Melancholie und Ironie, zwischen Kafka und Pop. Zurückhaltender Glanz, eigenwillige Kunst, leise Töne – und dabei voller Energie und Überraschungen. Musikerin Lenny, Regisseur Martin Kopp oder der bildgewaltige Petr Jákl attestieren Prag eine Popkultur, die vieles sagt, aber selten laut wird.

Pressekontakt: Zweites Deutsches Fernsehen / 3sat-Presse, Tel: +49-(0)6131-70-12108

Basierend auf 3sat-News, übermittelt von news aktuell

http://ots.de/603bf3

Die Doku-Reihe "Metropolen des Pop" beleuchtet, wie fünf europäische Städte – Stockholm, Wien, London, Mailand und Prag – zu Zentren internationaler Popkultur heranwuchsen. Jede der Episoden präsentiert die jeweilige Stadt aus subjektiver Perspektive; konkrete Künstler, Historien und lokale Besonderheiten verweben sich zu einem dichten Pop-Porträt voller Beziehungen zwischen Musik, Mode, Film und Kunst. Neuere Recherchen zeigen: Stockholm und London gelten nach wie vor als Exporteure für Innovationen im Popbereich, während Wien aktuell mit feministischer Clubszene punktet, Mailand nach der Mailänder Möbelmesse erneut als Designmetropole gefeiert wird und in Prag junge Songwriter:innen die altehrwürdigen Cafés für intime Konzerte wiederbeleben. Gleichzeitig wirft die Reihe Fragen auf: Wie verändert Digitalisierung die Popkultur in diesen Städten? Welche Rolle spielen Diversität, Gentrifizierung und aktuelle Krisen – etwa bei Konzertstätten oder Underground-Kollektiven? Zunehmend wird Pop auch zur politischen Ausdrucksform und zum Brückenbauer in fragmentierten Gesellschaften.

Schlagwort aus diesem Artikel