Starlink zielt auf 5G-Funkmarkt: Schnelle Verbindungen aus dem All geplant

Starlink, das Satellitenunternehmen hinter SpaceX, legt überraschend ambitionierte Pläne für einen Mobilfunkdienst offen, der bis zu 150 Mbit/s aufs normale Handy bringen soll.

heute 10:53 Uhr | 3 mal gelesen

Zwei maßgebliche Köpfe aus dem SpaceX-Universum haben auf verschiedenen Branchentreffen Hinweise darauf gegeben, dass Starlink die nächste Stufe im Mobilfunk anpeilt – und zwar mit Geschwindigkeiten, die locker mit konventionellem 5G mithalten können. Jack Rockaway, der für das Regierungsgeschäft von SpaceX verantwortlich ist, sprach davon, dass solche Bandbreiten in den nächsten Jahren realistisch seien. Das klingt ehrgeizig, aber irgendwie spürt man: Die meinen das ernst – immerhin ist die direkte Anbindung von Smartphones via Satellit schon seit einiger Zeit in Planung. Doch jetzt scheint es konkreter zu werden, und plötzlich steht die etablierte Mobilfunkbranche nicht nur vor der Frage 'Wie lange noch?', sondern auch, wie man sich auf dieses neue Spielfeld einstellen soll. Besonders spannend: Der als 'Direct-To-Cell' bekannte Dienst ist kein Nischenthema mehr, sondern eine richtige Trumpfkarte, gerade auch im Zusammenhang mit dem SpaceX-Börsengang, der für dieses Jahr im Raum steht. Ob Starlink wirklich zur Alternative für ländliche Funklöcher und Krisengebiete wird? Abwarten – und vielleicht schon bald ausprobieren.

Starlinks Vorstoß in den Mobilfunksektor ist alles andere als vage. Die angestrebten 150 Megabit pro Sekunde könnten, sofern technisch realisierbar, eine beachtliche Lücke im Netz füllen, vor allem in Regionen ohne zuverlässigen 5G-Empfang. Aktuelle Medienberichte heben hervor, dass der Börsengang von SpaceX wohl auch deshalb Fahrt aufnimmt, weil der mobile Satellitendienst massive Wachstumschancen für Starlink verspricht. Einige Analysten warnen jedoch vor technischen und regulatorischen Stolpersteinen, etwa bei der Integration in bestehende Mobilfunkinfrastrukturen sowie beim Thema Frequenzen und internationale Zulassungen. Interessant: Ähnliche Satelliten-Mobilfunk-Projekte, darunter Partnerschaften zwischen T-Mobile US und anderen Satellitenbetreibern, machen deutlich, wie hoch der Druck im Telekommunikationsmarkt mittlerweile ist.

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