Manchmal verändern wenige Unterschriften vieles: Sweco Deutschland holt sich mit der Integration der STEIN Ingenieure GmbH einen dicken Stein ins Boot. Über drei Jahrzehnte Erfahrung bringt das Ingenieurbüro mit, vor allem, wenn es um die Erneuerung und Planung von Abwasser- und Kanalsystemen geht. Das Wissen reicht von komplexen Konzeptideen bis hin zur handfesten Bauaufsicht – nicht schlecht! Damit ergänzt STEIN die Sweco-Teams passend, gerade da, wo es in Zukunft wohl noch viel zu tun geben dürfte. 'Die Modernisierung der Abwassernetze ist eine Mammutaufgabe für die kommenden Jahre. STEIN Ingenieure bringt reichlich Know-how und einen tadellosen Ruf mit. Unsere Werte passen einfach gut zusammen', findet Julia Zantke, die Geschäftsführerin von Sweco Deutschland.
Auch STEIN Ingenieure blickt optimistisch: 'Die Herausforderungen in Sachen Infrastruktur und Umweltschutz werden immer kniffliger. Kunden wollen Allround-Lösungen, die verschiedene Bereiche miteinander verbinden. Dank des Zusammenschlusses können wir diesen Wünschen noch besser begegnen und profitieren von neuen beruflichen Chancen und einem internationalen Netzwerk', merkt Dr.-Ing. Robert Stein, Geschäftsführer, an.
Sieben Standorte und ein umfangreiches Kundennetzwerk bringen die Bochumer mit in die Partnerschaft ein. Gerade im Ruhrgebiet (der Name Schwefelwasserstoff lässt grüßen…) ist das ein dicker Pluspunkt, denn die Region hat Erfahrung mit großen Bauprojekten und Wissenschaft im Rücken. Die Vereinbarung wurde am 13. Juli 2026 unterzeichnet – aber für laufende Projekte bleibt laut beiden Unternehmen alles beim Alten, nur kommt jetzt mehr möglich hinzu: Innovation, neue Kontakte, internationaler Austausch.
Sweco selbst wird bis 2025 voraussichtlich 2,9 Mrd. Euro Umsatz machen und bleibt einer der ganz großen Dienstleister in Europa für Architektur und Ingenieurskunst – ganz offiziell an der Börse gelistet und mit 23.000 Profis aus verschiedensten Disziplinen breit aufgestellt.
Sweco übernimmt die STEIN Ingenieure GmbH, um sich im Bereich Abwasseraufbereitung und Kanalsanierung noch breiter aufzustellen. STEIN bringt jahrzehntelange Erfahrung, ein dichtes Netzwerk und Standorte mit regionaler Tiefe in die Partnerschaft. Zeitgleich bleiben gewohnte Abläufe erhalten, während sich für Mitarbeitende neue internationale Perspektiven ergeben. Durch die wachsenden Herausforderungen im Bereich Umweltschutz und Infrastruktur ist diese Fusion eine Strategie, um den steigenden Anspruch an nachhaltige Lösungen gemeinsam zu bewältigen. Aktuelle Medienberichte greifen vermehrt den Trend zu größeren Zusammenschlüssen im Ingenieurwesen auf, der durch gestiegene Nachfrage, Klimawandel, Digitalisierung und den Sanierungsstau bei Infrastrukturprojekten ausgelöst wird. Besonders im Ruhrgebiet sind solche Zusammenschlüsse relevant, da dort Sanierungsbedarf und Innovation zusammenprallen. Sweco investiert gezielt in regionale Strukturen und setzt dadurch auf Nähe zu Kunden und Behörden — nicht zuletzt, um die Herausforderungen des Umbaus urbaner Infrastruktur effizient zu begegnen und den Wettbewerbsvorteil auszubauen.