Bundeswehr denkt über zusätzliche Airbus A400M nach – Umbau zu Drohnenträger möglich

Ein möglicher neuer Deal mit Airbus verspricht der Bundeswehr flexiblere Transport- und Kampffähigkeiten.

heute 12:30 Uhr | 2 mal gelesen

Manchmal rauschen Nachrichten ziemlich unscheinbar an einem vorbei – dabei steckt in solchen Mini-Meldungen oft mehr Zündstoff, als man im ersten Moment annimmt. So zum Beispiel jetzt: Die Bundeswehr grübele gerade darüber, noch einmal kräftig bei Airbus einzukaufen – zwischen 15 und 20 zusätzliche Transportflugzeuge vom Typ A400M sind im Gespräch, munkelt das "Handelsblatt" unter Berufung auf Leute, die nah dran am Geschehen sind. Mit diesen Maschinen könnte sich tatsächlich ein neues Kapitel für die Bundeswehr aufschlagen, sofern die Pläne Realität werden. Denn: Die Rede ist davon, dass die A400M nicht mehr nur riesige Laster in Camouflage sind, sondern zu Hightech-Trägern für Drohnen und Marschflugkörper „hochgezüchtet“ werden könnten. Das würde nicht nur die Einsatzpalette der Deutschen erweitern, sondern auch ein ganz anderes Signal in die Welt senden – Thema Abschreckung und so.
Das nötige Kleingeld scheint bereits reserviert: Anfang Juli hat der Haushaltsausschuss ausgiebig Budget freigemacht – satte 3,59 Milliarden Euro bis 2032 sind genehmigt. Zuvor lag der Spielraum bei der Hälfte. Sowohl Airbus selbst als auch das Kriegsministerium schweigen – angeblich wird da einfach noch weiterverhandelt, Details gibt’s in der zweiten Jahreshälfte. Interessant: Eigentlich heißt es offiziell, die Luftwaffe hätte schon alle Maschinen, die gebraucht werden – die letzte von 53 bestellten A400M wurde im April geliefert. Faktisch will die Bundeswehr aber nicht wachsen, sondern Alt gegen Neu tauschen: Modernisierung statt bloß Quantität.

Die Gespräche zwischen Bundeswehr und Airbus über weitere A400M-Transporter sind offiziell noch nicht bestätigt, dennoch sorgen sie für Aufmerksamkeit: Die Maschinen könnten für deutlich mehr als reine Transportaufgaben ausgestattet werden, einschließlich als Plattformen für moderne Offensivfähigkeiten wie Marschflugkörper oder Drohnen. Die Investitionsbereitschaft des Bundes ist vorhanden, aber das Verteidigungsministerium hält sich mit öffentlichen Aussagen zurück. In der jüngsten Debatte um militärische Modernisierung Deutschlands werden allerdings Stimmen lauter, die auf die Notwendigkeit aktueller Technologie für zukünftige Konfliktszenarien hinweisen – gerade vor dem Hintergrund internationaler Entwicklungen, wie die massive Aufrüstung vieler europäischer NATO-Staaten und die sich verändernden Anforderungen an Lufttransport und strategische Abschreckung. Die Bundeswehr erhält hierbei durch die A400M-Maschinen eine Möglichkeit, sich von reiner Logistik zur Hightech-Streitkraft zu wandeln. Zusätzlich wurde bekannt, dass laut "Handelsblatt" bereits 2021 ein ähnlicher Vorstoß diskutiert wurde, um Synergien in der europäischen Beschaffung zu nutzen. Im internationalen Kontext ist außerdem auffällig, dass andere Staaten – wie etwa Frankreich – ebenfalls den Ausbau und die Modernisierung ihrer Lufttransportflotten vorantreiben, auch um ihre strategischen Interessen jenseits Europas durchzusetzen.

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