Stephan Brandner: Einstellung von Spartensendern reicht nicht aus

Berlin – Die Kürzungspläne der ARD, die Spartensender ARDalpha, tagesschau24 und ONE Ende 2026 einzustellen, stoßen beim stellvertretenden Bundessprecher der AfD, Stephan Brandner, auf unverhohlene Skepsis. Er fordert ein umfassenderes Umdenken beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

heute 18:55 Uhr | 5 mal gelesen

Ehrlich gesagt, wirkt der neueste Vorstoß der ARD, drei ihrer Spartensender stillzulegen, ein wenig wie der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. Selbst ARD und ZDF können offenbar nicht mehr leugnen, dass ihr Apparat in den letzten Jahrzehnten ungeheuer angewachsen ist – und zwar auf eine Art und Weise, die nur noch schwer vermittelbar scheint. Brandner bringt es auf einen einfachen Nenner: Das System ist aus dem Ruder gelaufen, und jetzt seien echte, durchgreifende Maßnahmen gefragt. Vieles, was da an Parallelstrukturen, Zusatzangeboten und Ausgaben besteht, hat mit dem eigentlichen Informationsauftrag wenig bis nichts zu tun. Die Erwartungen vieler Menschen sind klar: Weniger Programme, weniger Kosten, weniger Pflichtbeiträge. Wirklich mutige Reformen müssten weitergehen – vielleicht bis zu einer Art Grundfunk, der sich aufs Wesentliche konzentriert und ohne den Zwang zur Zahlung auskommt. Ob die ARD dazu bereit ist? Selbst nach dieser Ankündigung bleibt ein Fragezeichen.

Stephan Brandner betrachtet die angekündigte Aufgabe von ARDalpha, tagesschau24 und ONE weniger als ambitionierten Reformschritt, sondern als Minimalreaktion auf längst gewachsenen Druck. Viele politische Stimmen, insbesondere aus dem rechten Spektrum, nutzen die Debatte um Einsparungen bei den Öffentlich-Rechtlichen, um generelle Systemkritik zu üben – häufig wird gefordert, den Rundfunkauftrag neu zu definieren, Finanzen transparenter zu machen oder gar das Beitragsmodell abzuschaffen. Laut aktuellen Berichten bleibt der tatsächliche Reformwille des öffentlich-rechtlichen Systems umstritten: Während Kritiker radikalen Wandel und eine Konzentration auf Basisangebote fordern, weisen Befürworter darauf hin, dass Spartensender oft Nischen abdecken, die privatwirtschaftlich gar nicht bedient würden.

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