Wirtschaftsexpertinnen und -experten schlagen momentan vor, die strategischen Ölreserven der G7-Länder freizugeben, um kurzfristige Preisspitzen auf dem globalen Energiemarkt abzufedern. Diese Maßnahme ist als schnelle Stellschraube gegen die unmittelbaren Auswirkungen geopolitischer Spannungen gedacht – insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten und ihrer Auswirkungen auf die Ölpreise. Laut mehreren Medienberichten wird allerdings darauf hingewiesen, dass dies maximal eine Atempause verschafft und größere strukturelle Veränderungen oder längere Konflikte damit nicht zu lösen sind. NEU: Nach aktuellen Berichten der Süddeutschen Zeitung und der Financial Times haben die G7-Staaten in den vergangenen Tagen intensive Gespräche über die Freigabe der Reserven geführt, wobei vor allem Unsicherheit über die Entwicklung im Nahen Osten und die Exportpolitik Russlands eine Rolle spielt (Stand: 10.06.24). Laut taz wird außerdem diskutiert, wie die Energiewende beschleunigt werden könnte, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen langfristig zu senken. Einige Expert:innen mahnen zudem, dass die reale Wirkung einer Freigabe auf die Rohölpreise angesichts der Einflussfaktoren am Weltmarkt begrenzt ausfallen könnte.