Studium ohne Grenzen: Mit Joint Master auf Europatour

St. Pölten – Wer einen Master machen möchte, der quer über Europa reicht, könnte bei der USTP – Fachhochschule St. Pölten fündig werden. Zwei englischsprachige Joint-Master-Programme bieten Studierenden die einmalige Chance, an drei Hochschulen in ebenso vielen Ländern zu studieren und Besonderheiten verschiedener Regionen und Wissenschaftskulturen hautnah zu erleben. Noch sind Bewerbungen möglich: für Digital Health sowie für angewandte immersive Realitäten.

heute 10:31 Uhr | 1 mal gelesen

Manchmal frage ich mich, wie sich ein Studium anfühlt, wenn man nicht nur den Campus, sondern gleich auch das Land wechselt. Die USTP in St. Pölten nimmt diese Idee ziemlich wörtlich: Zwei Joint-Master, entwickelt gemeinsam mit Partnerhochschulen aus Finnland, Lettland und den Niederlanden, bieten Studierenden die Möglichkeit, mit ihren Studien mitten durch Europa zu touren. Im Rahmen der European-University-Allianz E³UDRES² (übrigens ein Name, den man sich erstmal merken muss), werden zukunftsorientierte Themen verknüpft mit internationaler Erfahrung und einem Netzwerk, das weit über das Übliche hinausreicht. Nehmen wir den Citizen-Centered Digital Health and Social Care Master. In einer Zeit, in der Gesundheitssysteme manchmal wie ein übervolles Wartezimmer wirken – digital, überaltert, teils überfordert – vermittelt dieses Studium genau das Wissen, um neue digitale Lösungen für die Gesundheitsversorgung auf die Beine zu stellen. Studierende verbringen dabei Zeit in St. Pölten, in Enschede (Niederlande) an der Saxion UAS sowie in Jyväskylä, Finnland an der Jamk UAS. Alles auf Englisch, versteht sich. Das Ziel? Absolvent:innen, die als Brückenbauer:innen zwischen Technik, Medizin und Gesellschaft auftreten – und dabei vielleicht neben dem Studium auch App-Entwickler:innen, Manager:innen oder Berater:innen werden könnten. Im zweiten Master dreht sich alles um Extended Reality (XR) und spielerische Innovation. Der GRACE-Studiengang (Gamified Reality Applications for Real-world Challenges and Experiences) klingt fast nach Zukunftsmusik, ist aber tief in aktuellen Bedarfen verwurzelt. Von der Idee bis zur prototypischen Lösung – in internationalen Teams werden reale Problemstellungen direkt aus Unternehmen umgesetzt. Praktisch, direkt, und gar nicht trocken. Die Stationen: St. Pölten, wieder Saxion in den Niederlanden, plus die Vidzeme UAS in Lettland (übrigens ein Land, das für viele ein weißer Fleck auf der Landkarte sein dürfte). Alles auf Englisch, alles gemeinschaftlich organisiert. Abschließend sei gesagt: Wer Lust darauf hat, sein Studium als Abenteuerreise mit Sinn zu sehen – der findet unter www.ustp.at aktuell noch offene Türen. Man muss sich wohlgemerkt organisieren können und ein bisschen Reiseaffinität mitbringen. Aber das universitäre Europa wird so lebendig und vielfältig, wie es die Broschüren schon lange versprechen.

Die beiden englischsprachigen Joint Master der USTP bieten Studierenden eine Reise quer durch Europa und ermöglichen das Eintauchen in verschiedenste Wissenschaftskulturen und Innovationslabore. Während das Digital-Health-Programm zukunftsträchtige Kompetenzen im Bereich der digitalen Gesundheitsversorgung aufbaut, liegt der Fokus im zweiten Master auf der Entwicklung von XR-Anwendungen mit unmittelbarem Praxisbezug. Neuere Entwicklungen zeigen, dass solcherart vernetzte Studienformate in Europa weiter zunehmen, auch weil Arbeitgeber zunehmend auf internationale und technische Kompetenzen setzen. Aktuelle Berichte zeigen, dass die Nachfrage nach digitalen Kompetenzen vor allem im Gesundheitswesen rapide wächst, etwa um den Rückstand im internationalen Vergleich aufzuholen. Darüber hinaus boomt der Markt für XR, insbesondere da Unternehmen verstärkt nach kreativen Lösungen und neuen Wegen der Vermittlung suchen, sei es für Schulungen, Produktentwicklung oder Kundenbindung.

Schlagwort aus diesem Artikel