Ebola und deutsche Entwicklungshilfe: Mahnung von Alabali Radovan
Angesichts des aktuellen Ebola-Ausbruchs fordert Reem Alabali Radovan mehr Einsatz Deutschlands für Gesundheitsprojekte – Sparmaßnahmen sieht sie kritisch.
Angesichts des aktuellen Ebola-Ausbruchs fordert Reem Alabali Radovan mehr Einsatz Deutschlands für Gesundheitsprojekte – Sparmaßnahmen sieht sie kritisch.
SPD-Politiker Karl Lauterbach pocht angesichts der aktuellen Ebola-Ausbrüche darauf, dass Deutschland beim Thema Entwicklungshilfe auf keinen Fall sparen, sondern im Gegenteil mehr Mittel investieren sollte. Für ihn ist das nicht bloß eine Frage der Solidarität, sondern auch des eigenen Schutzes.
Mehrere SPD-Abgeordnete warnen vor Einsparungen in der Entwicklungshilfe – und betonen deren unterschätzte Bedeutung für Deutschland.
Seit Jahren ist die Zahl der Todesfälle bei Schwangeren und Müttern gesunken, doch jetzt kehrt sich der Trend um. Gerade zum Muttertag warnt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung vor einem drohenden Rückschlag in der medizinischen Versorgung – Schuld daran sind gekürzte Hilfsgelder vor allem aus den USA und Europa. Die Erfolge im Kampf gegen die Mütter- und Kindersterblichkeit geraten ins Wanken.
N'Djamena / Farchana – Im Herzen Afrikas kämpft der Tschad mit Armut, Nachbar-Konflikten und Katastrophen, doch jetzt verschärft der Stopp amerikanischer Entwicklungsgelder die ohnehin prekäre Lage spürbar. Immer mehr Geflüchtete suchen Sicherheit, doch den überforderten Camps fehlt es selbst am Notwendigsten. Mitarbeitende der SOS-Kinderdörfer schlagen Alarm: Überall Unterernährung, ein täglicher Überlebenskampf, vor allem für Kinder. Viele von ihnen sind auf sich allein gestellt, irren hungrig durch das Land – und stehen in akuter Gefahr.
Bonn – Inmitten gravierender internationaler Krisen plant die Bundesregierung für den Haushalt 2027 erneut Kürzungen bei der Unterstützung von Menschen in Not. Laut der Hilfsorganisation „Help – Hilfe zur Selbsthilfe“ sollen die Mittel für Entwicklung und humanitäre Hilfe weiter sinken. Während Milliarden für kurzfristige Entlastungen wie Tankrabatte aufgebracht werden, fehlt es an nachhaltigen Hilfen für die Ärmsten. 'Diese Prioritätensetzung sendet ein düsteres Signal', warnt Help-Generalsekretär Dr. Thorsten Klose-Zuber im Namen all derer, die durch Sparmaßnahmen bereits jetzt in existenzielle Not geraten.
Lima – In Peru klaffen die sozialen Gräben weit auseinander, politische Wirren sind an der Tagesordnung. Besonders die indigene Bevölkerung und Geflüchtete kämpfen tagtäglich ums Überleben. Der Rückzug der USAID, begleitet vom Kahlschlag amerikanischer Förderungen, hat die ohnehin angespannte Lage für viele Kinder drastisch zugespitzt: 2024 flossen noch Millionenbeträge ins Land, 2025 schrumpften sie auf einen Bruchteil. Federico Arnillas von SOS-Kinderdörfer Peru bringt es auf den Punkt: 'Kinder bezahlen den höchsten Preis für diese Kürzungen.' Gewalt und Kinderarbeit explodieren, und neue Chancen? Werden zum Luxusgut.
Harare/Abuja – In Subsahara-Afrika sorgt der massive Rückzug amerikanischer Entwicklungsunterstützung bereits jetzt für erschütternde Lücken im Gesundheitssystem. Schon vor dem Ende der USAID-Mittel zeigte sich ein schleichender Rückgang internationaler Hilfe, aber jetzt droht ein Sprung ins Ungewisse – allen voran bei den Programmen gegen HIV/Aids. Fachleute warnen: Bis zu 6,6 Millionen zusätzliche HIV-Neuinfektionen könnten folgen, Millionen weitere Kinder zu Waisen werden. Länder wie Nigeria und Simbabwe, ohnehin stark vom Virus betroffen, spüren die Kürzungen bereits schmerzhaft. 2025 wurden die Mittel allein dort jeweils um etwa 60 Prozent beschnitten. Makunura Addmore von den SOS-Kinderdörfern Simbabwe bringt es auf den Punkt: "Wir stehen am Rand einer neuen Aids-Welle. Viele Orte verlieren den Zugang zu essentiellen Medikamenten. Die Zahl von Aids-Waisen und schwer kranken Kindern steigt wieder – ein düsteres Déjà-vu."
München – Zugegeben: Oft dominieren Schreckensmeldungen die Schlagzeilen, aber es passiert auch Gutes. Die SOS-Kinderdörfer halten mit ihren Good News gegen den Strom – und zeigen, wie Kinder weltweit durch Fortschritte im Kampf gegen Trachom besser geschützt sind.
Hofheim am Taunus/Frankfurt am Main – Am Sonntag, dem 22. Februar, wird der Eröffnungsgottesdienst der diesjährigen Fastenaktion von Misereor live aus der Kirche St. Peter und Paul in Hofheim übertragen. Der Hessische Rundfunk startet die Übertragung ab 10 Uhr, gleichzeitig läuft die Sendung im Ersten. Im Mittelpunkt steht das Motto 'Hier fängt Zukunft an' – und damit auch ein Zeichen von Hoffnung, das weit über Hofheim hinausstrahlt.