Mal ehrlich: Wer zuletzt auf die Preistafeln an deutschen Tankstellen geschaut hat, dürfte ein leichtes Aufatmen gespürt haben. Nach wie vor sind die Tarife zwar alles andere als ein echtes Schnäppchen, aber zumindest ist ein deutlicher Trend nach unten zu erkennen. Super E10 etwa kostet zurzeit durchschnittlich 1,918 Euro pro Liter, so der ADAC am Mittwoch – damit fast 6,3 Cent weniger als noch letzte Woche. Auch beim Diesel zeigt sich Bewegung: Hier sank der Preis um 6,9 Cent auf momentan 1,883 Euro. Was steckt dahinter? Die Hauptursache liegt wohl in den gefallenen Rohölpreisen. Der Preis für ein Fass Brent hat sich in den vergangenen zwei Wochen von über 110 US-Dollar auf unter 100 USD verabschiedet. Trotzdem gibt der ADAC zu bedenken: Die steuerlichen Entlastungen – seit Mai in Kraft – schlagen sich immer noch nicht ausreichend im Endpreis nieder. Die Kritik: Während der Rohölpreis fällt, lassen sich die Tankstellen Zeit, diese Entwicklung vollständig an die Autofahrer weiterzugeben. Man fragt sich gelegentlich, ob zwischen Zapfsäule und Ölquelle ein paar Hindernisse mehr liegen als gemeinhin angenommen.
In den letzten Tagen sind die Kraftstoffpreise in Deutschland erneut gesunken, angetrieben durch einen klaren Rückgang beim Rohölpreis infolge internationaler Marktentwicklungen und einer leichten Erholung des Euros gegenüber dem Dollar. Obwohl die Steuerentlastungen bereits seit dem 1. Mai gelten, bleiben Experten skeptisch, ob die Preisvorteile tatsächlich voll bei den Verbrauchern ankommen – dies weil Mineralölkonzerne oftmals kurzfristige Rohöl-Tiefs verzögert weitergeben. Hinzu kommt, dass die Unsicherheiten durch geopolitische Spannungen und Absatzprognosen den Markt volatil halten, was zukünftig immer wieder für Preisschwankungen sorgen könnte.