Im Fokus des Telefonats von Bundeskanzler Merz und US-Präsident Trump standen die heikle Lage um den Iran – speziell die Drohungen hinsichtlich der Straße von Hormus – sowie die Krisen in Israel und der Ukraine. Vieles blieb im Ungefähren: Weder zum Umgang mit Trumps 48-Stunden-Ultimatum noch zum künftigen Kurs der deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit wurde Konkretes bekannt. Das Gespräch reiht sich ein in eine Phase erhöhter Nervosität zwischen den transatlantischen Partnern, da Trump den europäischen Bündnispartnern mangelndes Engagement in den Krisenregionen attestiert – und aus Europa, etwa von Merz, bis dato eher vorsichtige, zurückhaltende Worte kommen. Zusätzliche Recherche hat ergeben: Die aktuelle Sicherheitslage im Nahen Osten ist auch vier Tage nach Trumps Ultimatum angespannt – der iranische Außenminister sagte jüngst, dass ‚jede Aggression eine umfassende Antwort‘ der iranischen Streitkräfte provozieren werde. Währenddessen fordern EU-Staaten (darunter Deutschland) weiterhin diplomatische Lösungen, zeigen sich aber gespalten in ihrer Haltung gegenüber Washingtons Drohpolitik. In Medienberichten zeichnen sich Sorgen ab, dass ein bewaffneter Konflikt zwischen USA und Iran schwer kalkulierbare Eskalationsspiralen im Nahen Osten auslösen könnte.
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