Handwerk unter Druck: Pessimismus hält an
Im deutschen Handwerk wird die Luft zunehmend dünner: Die Betriebe leiden unter Konjunkturflaute, schwierigen Rahmenbedingungen – und blicken immer skeptischer in die Zukunft.
Im deutschen Handwerk wird die Luft zunehmend dünner: Die Betriebe leiden unter Konjunkturflaute, schwierigen Rahmenbedingungen – und blicken immer skeptischer in die Zukunft.
Knapp 45,5 Millionen Menschen waren im Juli 2026 in Deutschland beschäftigt, zeigen neueste offizielle Zahlen. Und trotzdem: Ein leichter, aber spürbarer Knick lässt sich erkennen – mit weichen Kanten, aber klarer Tendenz.
Ohne große Vorzeichen hat sich die deutsche Chemieindustrie im August laut Ifo-Institut überraschend deutlich erholt – eine Entwicklung, die nur wenige vorausgesehen hätten.
Die Deutschen verspüren erstmals seit Langem wieder ein leises Gefühl von Vorfreude – wenn auch zaghaft und mit offenen Fragen.
Mitten in der aufgeheizten Diskussion um Europas fiskalische Zukunft fordert der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, unverhohlen eine gemeinsame Schuldenpolitik. Seine Absicht: Dem Euro endlich das nötige Gewicht als starke Weltwährung zu verschaffen.
Die Stimmung bei deutschen Exporteurinnen und Exporteuren hat sich zuletzt überraschend aufgehellt – nach Monaten der Zurückhaltung zeichnet sich wieder Zuversicht ab.
Ökonom*innen vom IWH schlagen Alarm: Sollte die AfD in Sachsen-Anhalt das Regierungsruder übernehmen, könnte das fragile wirtschaftliche Wachstum im Land starken Schaden nehmen.
Kurz vor der Sommerpause drängt die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) darauf, dass die Bundesregierung deutlich mehr tut als heiße Luft zu produzieren. Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov warnt: Sobald der Sommer vorbei ist, braucht es einen echt zupackenden Reformherbst. Sonst schlittern Mittelstand und Industriestandort noch tiefer in die Krise.
SPD-Chef Lars Klingbeil setzt sich für eine strengere Haltung der Regierung in Bezug auf China ein – und hält die bisherige Strategie für zu passiv.
Steffen Bilger, CDU-Politiker und Staatssekretär fürs Verkehrswesen, findet deutliche Worte: Der radikale Umbruch und die Misere der deutschen Autoindustrie lassen sich nicht länger schönreden. Bei einem Treffen in Neuhardenberg nimmt er Unternehmen, Gewerkschaften und Politik gleichermaßen ins Visier und fordert Mut zur unbequemen Veränderung.