Tilman Kuban bleibt standhaft: Keine Kursänderung trotz Trumps Iran-Kritik

Tilman Kuban, europapolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, sieht keinen Grund, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angesichts erneuter Vorwürfe des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump an Deutschlands Iran-Politik nachjustiert.
Kuban verweist auf Merz' jüngsten Washington-Besuch: 'Trump lobte die bisherige deutsche Unterstützung; er bezeichnete die Kooperation als zufriedenstellend. Es gibt keinen Anlass für einen politischen Schlingerkurs', betonte Kuban gegenüber RTL und ntv.

heute 08:59 Uhr | 4 mal gelesen

Deutschland habe die USA klar unterstützt, betonte Kuban: zum einen durch Militärbasen, zum anderen durch die Einhaltung getroffener Zusagen.
'Heute das eine erklären und morgen das Gegenteil verlangen – das funktioniert politisch nicht', so Kuban. Er forderte, Absprachen konsequent einzuhalten, schon aus Respekt vor getroffenen Vereinbarungen. Alles andere, warnt er, spiele letztlich antamerikanischen Strömungen in die Hände und würde jenen Kräften in Deutschland nützen, die Russland und Putin unterstützten. Kurzum: Für Kuban ist Zickzack eine Einladung für Missverständnisse – und wer will das schon in politisch aufgeheizten Zeiten?

Der CDU-Politiker Tilman Kuban spricht sich entschieden gegen einen abrupten Kurswechsel in der Iran-Politik des Bundeskanzlers aus, auch wenn US-Präsident Trump erneut Kritik äußert. Kuban betont, die bisherige enge Zusammenarbeit mit den USA sei von Trump gewürdigt worden, ein politisches Hin-und-Her sei daher schädlich. Nach aktuellen Berichten der Süddeutschen Zeitung und des Spiegel sind die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA im Kontext des Nahost-Konflikts weiterhin angespannt, doch wird der transatlantische Dialog auf verschiedenen Ebenen intensiv gesucht, etwa durch bilaterale Gespräche zu Sicherheits- und Energiefragen. Außenpolitisch steht Merz aktuell unter Druck, klare Kante gegenüber dem Iran zu zeigen, während parallel Stimmen aus Frankreich und Großbritannien ähnliche Kursbeständigkeit fordern. Interessanterweise bewerten US-Medien den deutschen Pragmatismus in Sicherheitsfragen derzeit pragmatischer als noch vor einigen Monaten.

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