Wenn man sich die Ergebnisse der aktuellen Ipsos-Umfrage anschaut – die übrigens gerade erst am Mittwoch herauskam –, fällt eines ziemlich deutlich auf: Die meisten Deutschen lassen sich ihren Urlaub nicht so einfach vermiesen, auch nicht vom andauernden Konflikt zwischen Iran und Israel. Ganz im Gegenteil, 57 Prozent der Befragten winken ab: 'Keine Panik, wir planen weiter unseren Urlaub wie gehabt.' Einzig, wenn man nach Sorgen fragt, dann kommt am häufigsten ein altes Thema auf den Tisch: Geld. Ganze 38 Prozent derer, die sich Sorgen machen, fürchten steigende Preise.
Das Sicherheitsrisiko landet aber immerhin auf Platz zwei: Jeder Fünfte unter den Unsicheren denkt, dass die Krise Auswirkungen auf Reiseziele haben könnte. Und dann gibt es da noch den Frust über Flugausfälle, Luftraumsperrungen oder unfreiwillige Umwege – das treibt immerhin noch 14 Prozent die Schweißperlen auf die Stirn.
Beim genauen Hinsehen überrascht, wie unterschiedlich die Altersgruppen ticken: Während fast jeder zweite 18- bis 39-Jährige sich mal mehr, mal weniger Sorgen macht (44 Prozent), ist bei über 60-Jährigen der Anteil der Sorglosen am größten (43 Prozent sagen 'Mir egal'). Und ganz am Rande: Die Reisenden, die eine Reiserücktrittsversicherung für wenig brauchbar halten, sind wirklich die Ausnahme. Übrigens, befragt wurden 1.000 wahlberechtigte Menschen in Deutschland, und zwar Anfang Mai 2026.
Unterm Strich zeigt sich: Trotz der kriselnden Lage im Nahen Osten bleiben die Deutschen überraschend gelassen, wenn es um die eigene Ferienplanung 2026 geht. Nur ein kleiner Teil sorgt sich wegen Sicherheitsfragen; für die meisten steht der nimmermüde Preisanstieg im Mittelpunkt der Bedenken. Neuere Recherchen beleuchten, dass Reiseveranstalter und Airlines weiterhin flexibel agieren und alternative Flugrouten wählen – insbesondere, nachdem der iranische Luftraum vorübergehend für bestimmte Flüge geschlossen wurde. Medien wie die FAZ und die Süddeutsche berichten zudem, dass sich die Tourismusbranche in Erwartung steigender Buchungen anpasst und Rücktrittskonditionen teilweise kulanter gestaltet. Beim Fachdienst t3n wurde diskutiert, wie KI-basierte Tools in dieser Gemengelage helfen, etwa indem sie Echtzeitdaten zu Reisebedingungen liefern. Das alles passt zu dem Eindruck aus der Umfrage: Gewisse Unsicherheit und Preissorgen bleiben, aber die Reiselust ist stärker als die Angst.