Truger mahnt umfassende Schritte gegen Inflation an

Ökonom Achim Truger warnt vor massiven Preissteigerungen infolge der aktuellen Krisenlage und fordert entschlossenes Gegensteuern seitens der Politik in Deutschland und Europa.

heute 16:03 Uhr | 2 mal gelesen

Ehrlich gesagt, überrascht es mich nicht, dass Achim Truger, einer der prominentesten Wirtschaftsweisen, aktuell Alarm schlägt. "Wir könnten unweigerlich in eine neue globale Wirtschaftskrise schlittern", betont er im Magazin "Surplus" – eine düstere Aussicht, die sich klar aus gegenwärtigen Umständen destillieren lässt. Er spielt dabei vor allem auf die Verwerfungen der Energiepreise an, die, wie er findet, politisch keinesfalls einfach hingenommen werden sollten. Seine Rezepte? Erstens müsse die Schuldenbremse – dieses inzwischen schon fast mythische deutsche Finanzdogma – temporär gelockert werden. Das Geld, so Truger, solle dann in gut dosierte Preisbremsen und gezielten Verbraucherschutz gegen unverhältnismäßige Preissprünge fließen. Denkbar wären smarte Preisdeckel für Gas, Strom und Öl, die steuernd eingreifen und besonders Menschen sowie Unternehmen mit niedrigem Grundbedarf entlasten. Gleichzeitig warnt er vor einer Lohn-Preis-Spirale, die als Nebenprodukt galoppierender Inflationsschübe auftreten könnte. Stattdessen schlägt Truger vor, flexibel auf die Situation zu reagieren – beispielsweise durch eine vorübergehende steuerfreie Inflationsausgleichsprämie, wie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Auf EU-Ebene sieht er einen ähnlichen Handlungsbedarf wie zu Zeiten der Pandemie: Staaten, die finanziell ins Straucheln geraten, müssten vom europäischen Verbund aufgefangen werden. Und noch ein Gedanke, den man nicht überlesen sollte: All diese Maßnahmen könnten die Europäische Zentralbank davon abhalten, mit immer höheren Zinsen das Wirtschaftswachstum unnötig zu bremsen. Abschließend bleibt: Truger riecht den Sprengstoff im aktuellen ökonomischen Klima und ruft vehement nach einer klugen, solidarisch orchestrierten Antwort – und zwar jetzt, nicht erst, wenn alles schon brennt.

Achim Truger, bekannt für seine klaren Worte, warnt explizit vor einer massiven wirtschaftlichen Zuspitzung, sollte die Politik die aktuelle Inflationsgefahr nicht ernst nehmen. Seine Vorschläge beinhalten ein entschlossenes Aufbrechen der Schuldenbremse, intelligente Preisregulierungen für Energie, temporäre Ausgleichszahlungen und eine eng abgestimmte Zusammenarbeit auf europäischer Ebene – angelehnt an das bewährte Krisenmanagement während der Pandemie. In den Medien wurde zuletzt viel über mögliche Rezessionen, Energiearmut und gesellschaftliche Verteilungsproblematik berichtet, wobei besonders die Debatte um erneute Preisbremsen und soziale Abfederung an Fahrt aufnimmt. Sichtbar spürbar taucht in aktuellen Analysen – etwa bei der Süddeutschen Zeitung oder Zeit Online – immer aufs Neue die Frage auf, ob vermeintliche Schuldenregeln überhaupt noch in unsere Zeit und ihre Krisen passen. Zugleich wurde in den letzten Tagen über eine wachsende Unsicherheit am Arbeitsmarkt diskutiert, sofern die Inflation außer Kontrolle gerät. Und nicht zuletzt: Auch die europäische Ebene schwankt zwischen gemeinsamer Solidarität und nationaler Abschottung, vor allem wenn Gas- und Ölpreise unberechenbar werden. Angesichts dessen lohnt sich ein kritischer Blick auf die Rolle der EZB; hier wird zunehmend öffentlich debattiert, ob nicht zu rigide Zinserhöhungen eine ohnehin anfällige Wirtschaft erst recht abwürgen könnten. Das Thema bleibt – manchmal schmeckt das wie zu bitterer Kaffee – hochaktuell und polarisiert: Was wiegt schwerer, finanzielle Stabilität oder schnelle Hilfe für die Leidtragenden der Inflation?

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