Es klingt mal wieder ganz nach Trump: Der ehemalige US-Präsident lässt auf seiner eigenen Plattform „Truth Social“ wissen, dass die amerikanischen Pläne im Iran-Krieg – entgegen anderslautender Medienberichte – keineswegs gescheitert seien. Vielmehr behauptet er sogar, „Wochen voraus“ zu liegen. Wörtlich meinte er über den Iran: „Ihre Führung existiert nicht mehr, ihre Marine und Luftwaffe sind Geschichte, sie haben null Verteidigung und stehen vor dem Wunsch nach einem Abkommen.“ Selber wolle er jedoch keinen Deal eingehen. Trump schießt in diesem Zusammenhang einmal mehr gegen die Presse: Besonders die New York Times und den Journalisten David Sanger verschont er nicht mit Kritik, nennt sie „mittelmäßig“ und wirft ihnen Inkompetenz in der Wahlberichterstattung und generell Fehldeutungen in seinen Angelegenheiten vor. Ein ganz typischer Tonfall, ehrlich gesagt – und am Ende bleibt das Gefühl: Zwischen großspuriger Rhetorik und nüchterner Realität liegt manchmal ein weiter Ozean.
Trump zeigt sich gegenüber Berichten, wonach die USA im Iran-Krieg hinter ihren Zielen zurückliegen, demonstrativ gelassen – ja, sogar triumphierend. Seine Aussagen, dass Irans Führung und militärische Kräfte „am Ende“ seien, widersprechen vielen Einschätzungen westlicher wie internationaler Beobachter, unter anderem, weil offizielle Stellen der US-Regierung und Experten die Lage als deutlich komplexer oder sogar zugespitzt beschreiben. Recherchen bei mehreren Nachrichtenportalen zeigen, dass die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten tatsächlich von angespannten diplomatischen Kontakten und wiederkehrenden, teils militärischen Eskalationen geprägt sind; Trumps öffentliche Statements erscheinen darin eher als Teil seiner Wahlkampf-Rhetorik, mit der er sich selbst ein ausgemachtes Bild von außenpolitischer Stärke verleiht.