Union erneut vor AfD in Wählergunst laut Insa-Umfrage

Laut neuester Insa-Erhebung schiebt sich die Union bundesweit wieder knapp vor die AfD – ein kurzzeitiger Stimmungsschwenk mit Symbolkraft.

21.03.26 22:53 Uhr | 4 mal gelesen

Offenbar scheinen CDU und CSU aktuell ein kleines Umfragetief überstanden zu haben. Im jüngsten Sonntagstrend – also der üblichen Lageeinschätzung von Insa für die „Bild am Sonntag“ – legen sie einen Punkt zu und landen nun bei insgesamt 26 Prozent. Damit sind sie, vielleicht zur Erleichterung mancher Konservativen, wieder stärkste Kraft im Land, auch wenn der Vorsprung zur AfD mit unveränderten 25 Prozent hauchdünn ist. Die Werte der anderen Parteien sind in dieser Woche erstaunlich stabil geblieben: Die SPD verharrt bei eher enttäuschenden 15 Prozent, Grüne bei 12 und die Linke bei 11 Prozent. Für FDP und BSW läuft's mies, beide würden mit gerade mal 3 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern – Bundestagseinzug damit auch nächste Woche unwahrscheinlich. Sonstige Parteien teilen sich die verbleibenden 5 Prozent, einer weniger als noch in der Vorwoche. Befragt wurden übrigens insgesamt 1.205 Menschen zwischen 16. und 20. März. Die klassische Frage: „Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre – wie sähen Ihre Kreuze aus?“

Aktuell zeichnet sich in Deutschland eine leichte Verschiebung in der Wählergunst ab – zumindest, wenn man den Insa-Zahlen Glauben schenkt. Die Union gewinnt einen Prozentpunkt und schiebt sich, wenn auch nur minimal, wieder vor die AfD. Was auffällt: SPD, Grüne und Linke verharren auf schwächelndem Niveau; Unzufriedenheit über die Ampel-Regierung spiegelt sich deutlich wider. Noch spannender erscheint, dass kleinere Parteien wie FDP und das BSW momentan praktisch kaum Chancen auf einen Bundestagssitz hätten. Bei 1.205 Befragten lässt sich argumentieren, dass Zufälligkeiten einen spürbaren Einfluss auf solche Momentaufnahmen haben – gerade bei solchen knappen Abständen. Das politische Klima bleibt damit angespannt und von spontanen Ausschlägen geprägt. Erweiterte Recherche: Auch in anderen Umfragen kristallisiert sich heraus, dass der Abstand zwischen Union und AfD schwankt, häufig auf Messerschneide – Protestwähler, Krisenstimmung und tagespolitische Schlagzeilen bestimmen maßgeblich das Auf und Ab. Gerade die Dynamik rund um Migration, Wirtschaftsängste und internationale Krisen – allen voran der Krieg in der Ukraine – befeuern das volatile Meinungsklima. Im Hintergrund steigt zugleich die Nervosität bei den kleinen Parteien, die fürchten, bei der Bundestagswahl unterzugehen.

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