Trumps Unterstützung für Orbán ist aus mehreren Gründen bemerkenswert – nicht zuletzt, weil Orbáns Politik in Europa oft kritisch gesehen wird, während Trump sie als beispielhaft darstellt. Die Wahl am 12. April steht damit unter einem zusätzlichen internationalen Scheinwerferlicht, insbesondere da die Konkurrenz mit Péter Magyar einen neuen Zug ins Rennen gebracht hat: Tisza, eine zuvor kaum präsente Partei, führt inzwischen einige Umfragen an. Auch in europäischen Medien ist die Gewichtung klar: Orbáns umstrittene Haltung zur Europäischen Union und sein autoritärer Regierungsstil spalten weiterhin das Land – und eben auch das Publikum im Ausland. Neue Recherche ergibt, dass aktuell zahlreiche internationale Beobachter nach Ungarn blicken: Orbáns Dauerregentschaft und der plötzliche Aufstieg der Oppositionspartei sind beherrschende Themen. Die Kritik an Orbáns Medienpolitik und dessen Umgang mit der EU ist weiter lebhaft, vor allem da in den letzten Tagen Wahlkampfveranstaltungen mit Massenbeteiligung schlagzeilenträchtig waren. Trump bleibt dabei der vielleicht prominenteste, aber nicht einzige ausländische Unterstützer Orbáns – was die Debatte zusätzlich in Bewegung hält.