Unheilig dominiert mit neuem Album die deutschen Charts

Mit "Liebe Glaube Monster" gelingt Unheilig direkt der Sprung an die Chart-Spitze – zum fünften Mal führt die Band die Album-Rangliste an.

heute 15:40 Uhr | 2 mal gelesen

Was für ein Einstieg: Die Daten der GfK, am Freitag bekanntgegeben, zeigen, dass die Elektro-Rock-Band Unheilig mal eben zum fünften Mal in Folge auf 1 charten kann. "Liebe Glaube Monster" heißt das aktuelle Werk – und das setzt noch einen drauf, denn es ist der erfolgreichste deutsche Album-Launch seit Jahren. Nur Rammstein konnten seinerzeit mit "Zeit" ähnlich viele Verkäufe in der Startwoche erreichen. Spannend dabei: SSIO schafft es, mit einer Jubiläumsausgabe seines zehn Jahre alten "0,9"-Albums nochmal Silber abzugreifen. Harry Styles („Kiss All The Time. Disco, Occasionally.“), Sarah Connor („Freigeistin“) und weitere internationale Acts wie James Blake und Chris Norman zeigen, dass es in den Albumcharts bunt bleibt – auch Angus McSix (Power Metal!) und The Notwist (Bayern-Indie, anyone?) sind im oberen Bereich dabei.

In Sachen Singles bleiben Lacazette und Jazeek („CDY“) vorne. Zara Larsson und Taylor Swift „diven“ ihnen hinterher, während Tame Impala einen Sprung von Rang 30 auf 15 macht – bemerkenswert. Dominic Fike ist inzwischen doppelt in den Top Ten vertreten. Frische Gesichter sind auf den Plätzen 25 (YC, "Xalaz") und 32 (Tream & treamiboii, "Hasenjagd") zu finden.

Die Zahlen kommen von GfK Entertainment und decken den Löwenanteil der Verkäufe ab – 90 Prozent des Marktes.

Unheilig beweist mit "Liebe Glaube Monster" einen beeindruckenden Lauf: Das neue Album schießt direkt an die Chartspitze und stellt dabei sogar eine eigene Rekordmarke auf. Seit dem Rammstein-Erfolg von 2022 gab es keinen derart starken Verkaufsstart aus der deutschen Musikszene. Auffällig ist der Mix in den aktuellen Charts – von etablierten Acts wie Harry Styles und Sarah Connor bis zu neuen Herausforderungen durch Metal- und Indie-Bands. Die deutschen Album-Charts spiegeln weiterhin eine große musikalische Bandbreite wider, was auch durch die wiederkehrenden und neu aufsteigenden Künstler unterstrichen wird.

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