Union behauptet knappen Vorsprung vor AfD – SPD im Umfragetief

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg bleibt die Union deutschlandweit knapp vor der AfD. Der von Insa erstellte 'Sonntagstrend' für die 'Bild am Sonntag' zeigt CDU/CSU bei 26 Prozent – dicht gefolgt von der AfD mit 25 Prozent.

07.03.26 12:40 Uhr | 57 mal gelesen

Man könnte meinen, je näher eine Wahl rückt, desto klarer werden die Verhältnisse. Aber im Moment? Eher das Gegenteil. Die SPD steht ziemlich angeschlagen da, mit gerade noch 15 Prozent – erneut ein Punkt weniger, was vermutlich für unruhige Nächte im Willy-Brandt-Haus sorgt. Kurioserweise gewinnen ausgerechnet die Linken einen Prozentpunkt dazu, stehen jetzt auf 11 Prozent (ebenso wie die Grünen, allerdings ohne Zuwachs). Die FDP schafft es, immerhin einen winzigen Sprung auf 4 Prozent hinzulegen, bleibt jedoch am unteren Rand der Relevanz. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verharrt bei 3 Prozent. Die Werte der sonstigen Parteien schrumpften auf 5 Prozent. Die Umfrage, durchgeführt bei 1.200 Personen zwischen dem 2. und 6. März, ist also ein ziemliches Abbild dieses vielstimmigen, vielleicht auch zerzausten politischen Frühjahrs.

Der aktuelle Sonntagstrend von Insa zeigt, dass die CDU/CSU weiterhin einen hauchdünnen Vorsprung vor der AfD hält. Die SPD verliert an Rückhalt in der Wählergunst, was ihren ohnehin angespannten Kurs weiter unter Druck setzt. Bemerkenswert ist auch, dass kleinere Parteien wie die Linke oder das erst kürzlich gegründete BSW ihre Position teils stabilhalten oder – im Falle der Linken – ausbauen konnten. Laut einer DW-Analyse entfernt sich die CDU/CSU zunehmend von Koalitionsoptionen im linken Spektrum, während die AfD bewusst an Polarisierung arbeitet, etwa in Ostdeutschland, wo ihr Einfluss weiter wächst. Regionale Besonderheiten, wie die starke grüne Basis in Baden-Württemberg oder die notorisch niedrigen Umfragewerte der FDP, trüben ein klares Bild der bundesweiten Stimmung. Angesichts der anstehenden Wahlen werden in fast allen Lagern Nervosität und Unsicherheit greifbarer, zumal Fehltritte einzelner Politiker oder plötzliche Themenlagen das Stimmungsbild ruckartig verschieben könnten.

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