Unsicherheit an US-Börsen: Nahost-Konflikt belastet die Märkte

Am Donnerstag haben die US-Aktienmärkte deutlich nachgegeben. Der Dow Jones schloss den Tag mit 49.395 Punkten und verzeichnete damit ein Minus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vortag. Kurz vor Ende des Handelstags rutschten sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq 100 jeweils in den roten Bereich, während geopolitische Spannungen zwischen den USA und Iran die Anleger verunsicherten.

19.02.26 22:27 Uhr | 4 mal gelesen

Während sich internationale Politik und militärische Manöver im Nahen Osten überschlagen, reagieren die Börsen in New York nervös: Soldaten der Bundeswehr ziehen aus dem Nordirak ab, Polens Premier Tusk fordert seine Landsleute auf, den Iran zu verlassen, und US-Präsident Trump drängt auf eine Einigung mit Teheran innerhalb weniger Tage. Die Anzeichen stehen auf Konfrontation: Laut Wall Street Journal sind so viele US-Luftstreitkräfte wie seit der Invasion des Irak 2003 nicht mehr im Nahen Osten stationiert – ein unmissverständliches Signal. Parallel dazu zeigte sich der Devisenmarkt bewegt: Der Euro rutschte leicht gegenüber dem Dollar ab und wurde am Abend zu 1,1770 USD gehandelt. Interessanterweise zog der Goldpreis kräftig an, eine klassische Reaktion in Krisenzeiten – eine Feinunze kostete abends 5.000 Dollar, das sind laut Umrechnung etwa 136,57 Euro pro Gramm. Auch Rohöl wurde erheblich teurer: Gegen 22 Uhr lag der Preis für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent bei rund 71,93 Dollar, 2,3 Prozent mehr als am Vortag. Solche Tage, an denen Politik, Angst und Hoffnung wild durcheinanderrasseln, erinnern daran, wie sehr die Märkte von der Weltlage abhängen – und wie schnell sich alles ändern kann.

Zusammengefasst schwankten die US-Aktien am Donnerstag aufgrund wachsender Sorgen über eine mögliche militärische Eskalation zwischen den USA und Iran. Die Anwesenheit massiver US-Streitkräfte im Nahen Osten und diplomatische Warnungen verstärkten das Gefühl der Unsicherheit. Marktbeobachter sprechen davon, dass die geopolitischen Risiken über wirtschaftliche Fundamentaldaten hinausgehen und kurzfristig alle Anlageklassen beeinflussen könnten – insbesondere, wenn überraschende Ereignisse eintreten. Ergänzend zeigt die aktuelle Berichterstattung: Laut dem Handelsblatt bleibt die Situation im Nahen Osten angespannt, da neue Drohnenangriffe und Truppenverschiebungen gemeldet werden. Die Süddeutsche spricht von pessimistischen Prognosen bezüglich der Entwicklung der Energiepreise aufgrund der geopolitischen Lage. Zeit online hebt hervor, dass europäische Regierungen verstärkt auf Evakuierungspläne setzen und die Ungewissheit unter Investoren weltweit wächst.

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