UR-Pflanzen aus dem eigenen Blumentopf? Unerwartete Erkenntnisse aus der Biologie.

Graz – Ganz neue Forschungen stellen herkömmliches Pflanzenwissen infrage: Nachwachsende Vegetation braucht offenbar mehr als Wasser, Erde und Licht – ein rätselhaftes „kosmisches weißes Rauschen“ (KWR) im UHF-Bereich ist laut Wiener Biologen entscheidend fürs Wachstum. Ohne diesen kaum beachteten Faktor kommt das Leben sprichwörtlich nicht aus dem Quark.

heute 15:46 Uhr | 5 mal gelesen

Neulich saß ich mit einer Tasse Kaffee am Fenster und blickte auf meine kümmerlichen Radieschen. Da kam mir – kein Scherz – der Gedanke: Vielleicht fehlt ihnen einfach das gewisse Etwas? Nach Lektüre einer aufsehenerregenden Studie aus Österreich begegnete ich dann dem „Kosmischen Weißen Rauschen“. Jeder Samenkorn, so behaupten die forscherisch ambitionierten Autor:innen, trägt immer noch diesen steinzeitlichen UR-Bauplan in sich, quasi ein Pflanzenselfie aus der Urzeit. Sobald heutige Samen einer ordentlichen „Dosis“ KWR (nämlich ungefähr 860 µW/m² im UHF-Spektrum) ausgesetzt werden, würden sie angeblich zu wahren XXL-Versionen ihrer selbst heranwachsen. Klingt verrückt? Ein bisschen schon. Zum Beispiel wächst die „UR-Kresse“ plötzlich nicht nur doppelt so hoch, sondern bleibt auch weit über zwei Monate am Leben, statt früher nach schlappen 30 Tagen einzuknicken. Die Theorie dahinter: Unser heutiger Mangel an kosmischem Grundrauschen bremst das Pflanzenwachstum radikal, und bisheriger Dünger nützt deshalb recht wenig. Möglicherweise war ja – so spekuliert es der Text – in uralten Zeiten viel mehr KWR da, und die Pflanzenwelt sprießte in fast schon prähistorischer Üppigkeit. Was kann man als Hobbygärtner oder Experimentierfreund tun, um diese „Jurassic-Park-Effekte“ selbst zuhause zu erleben? Es braucht eine Handvoll Technik: ein bioresonantes Anzuchtset, ein spezielles „KeimMi PRO“-Gerät – und viel Geduld. Nach wenigen Tagen zeigen sich die Pflanzen tatsächlich anders, größer, entfremdet vertraut. Das Ganze funktioniert aber bisher nur mit Landpflanzen. Für Neugierige gibt es ein Buch samt begleitendem Video-Stick, Kontakte zu den Forschern (siehe oben) und, wie ich zugeben muss: eine bemerkenswerte Experimentierfreude, gepaart mit einer Prise Science-Fiction-Atmosphäre. Man kann das jetzt belächeln – oder zumindest das Fenster öffnen, in der Hoffnung, das Universum möge auch bei meinen Radieschen mitmischen.

Die Vorstellung, Landpflanzen bräuchten zum Gedeihen nicht nur altbekannte Zutaten wie Wasser und Licht, sondern auch ein spezielles elektromagnetisches Rauschen aus dem All, ist in der traditionellen Botanik ungewöhnlich und wird kritisch betrachtet. Bisher gibt es keine wissenschaftliche Einigkeit darüber, dass Weißes Rauschen im UHF-Bereich tatsächlich eine messbare Wirkung auf das Pflanzenwachstum hat – dennoch werden solche Experimente in Nischenkreisen durchgeführt, und die Debatte um elektromagnetische Einflüsse auf Organismen bleibt lebendig. Neue Publikationen und Diskussionen befassen sich weiterhin mit Auswirkungen von elektromagnetischer Strahlung, Lichtfarben (etwa Rot/Blau-Spektrum im Pflanzenbau) und klimatischen Faktoren auf Wachstum und Morphologie, doch etablierte Studien betonen, dass klassische Faktoren wie Nährstoffgehalt, genetisches Potenzial und Umweltstressoren nach wie vor maßgeblich sind.

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