US-Arbeitslosenquote erreicht im Dezember 4,4 Prozent – Rückgang verzeichnet

Im Dezember ist die Arbeitslosenquote in den Vereinigten Staaten auf 4,4 Prozent gefallen, wie das US-Arbeitsministerium nun mitteilte.

09.01.26 14:40 Uhr | 11 mal gelesen

Noch im November lag die Quote bei 4,6 Prozent – eine leichte, aber bemerkenswerte Abnahme. Konkret bedeutet das: Die Zahl der Arbeitslosen rutschte von 7,8 auf jetzt 7,5 Millionen. Interessant ist dabei: Während das Gesundheitswesen und die Gastronomie neue Arbeitsplätze schaffen konnten, kam es im Einzelhandel zu einem spürbaren Stellenrückgang. Lediglich 50.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft – so wenig, dass es schon fast erschreckend unaufgeregt klingt. Und dennoch: Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, also jener Menschen, die länger als sechs Monate ohne Job sind, stagniert weiterhin bei 1,9 Millionen. An den internationalen Finanzmärkten wird auf solche Nachrichten jedes Mal mit einer Mischung aus Sorge und Hoffnung reagiert. Für global agierende Investoren ist der Zustand des US-Arbeitsmarktes ein Signal: Bleibt er stabil und die Inflation hoch, sinken die Chancen auf niedrigere Leitzinsen, worauf wiederum die Börse und Unternehmen aller Art mit teils nervösen Wünschen nach Zinssenkungen reagieren. Letztlich dreht sich am Finanzmarkt alles darum, wie „teuer“ oder „günstig“ die Liquidität und Kredite in nächster Zeit werden könnten. Schon spannend, wie weitreichend solch eine kleine Prozentzahl wirkt.

Die US-Arbeitslosenquote fiel im Dezember auf 4,4 Prozent, was mit einem Rückgang der Arbeitslosen auf 7,5 Millionen einhergeht; das Beschäftigungswachstum war jedoch mit 50.000 neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft – besonders im Gesundheitswesen und der Gastronomie – ungewöhnlich schwach. Experten sehen die Entwicklung angesichts der zurückhaltenden Stellenzunahme differenziert: Einerseits bleibt der Arbeitsmarkt robust, andererseits sorgen schwächere Neueinstellungen und die stagnierende Langzeitarbeitslosenzahl für Unsicherheit in Bezug auf das weitere Wirtschaftswachstum. Laut aktuellen Berichten u. a. von der New York Times und CNBC steht die US-Notenbank nun vor der schwierigen Frage, ob die aktuelle Stärke des Arbeitsmarktes Zinssenkungen aufschiebt und die Inflation im Zaum gehalten werden kann, während auch in Europa und China die globalen Konjunkturimpulse schwächer werden.

Schlagwort aus diesem Artikel