US-Außenminister Rubio hebt Rolle Deutschlands bei Nato hervor

Amerikas Außenminister Marco Rubio fand wertschätzende Worte für das Engagement Deutschlands in der Nato.

heute 18:36 Uhr | 2 mal gelesen

US-Außenminister Marco Rubio zeigte sich bei seinem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz beeindruckt von Deutschlands jüngsten Anstrengungen zur Stärkung der transatlantischen Partnerschaft. Besonders betonte er, wie Deutschland sich als verlässlicher Pfeiler der Allianz präsentiere – und das, obwohl angesichts der angespannten Großwetterlage die Nerven blank liegen könnten. Im Mittelpunkt der Unterhaltung stand die zugespitzte Lage in der Ukraine samt der nicht enden wollenden Diskussionen mit Russland. Was auffiel: Militärische Unterstützung für Kiew blieb das bestimmende Stichwort. Nebenbei, quasi in einem Seitenflur der Gespräche, streiften die beiden Regierungschefs auch die Spannungen im Nahen Osten, insbesondere die Lage im Iran. Schon fast beiläufig, aber nicht weniger relevant, hob Merz die Bedeutung seines eigenen Chinabesuchs hervor – inklusive dem wirtschaftspolitischen Kraftakt, der ihn dort erwartet. Die Mischung aus Krisendiplomatie und globalen Handelsinteressen schien wie ein schwer verdaulicher, aber notwendiger Eintopf an diesem Tag.

Rubio und Merz rang sich in München durch ein dicht gepacktes Gesprächsprogramm, bei dem die Verteidigungsbereitschaft der Nato und Deutschlands Rolle in ihr spürbar hervorgehoben wurde. Zentrale Diskussionspunkte umfassten die Unterstützung der Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg, wobei Merz sich erneut zu militärischer wie humanitärer Hilfe bekannte. Auch die komplexen Verstrickungen im Nahen Osten und Asien, insbesondere die Herausforderungen im Umgang mit dem Iran und den reichlich komplizierten Beziehungen zu China, kamen zur Sprache – jeweils vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und ökonomischer Unsicherheiten. Neuere Entwicklungen deuten darauf hin, dass Deutschland zunehmend Druck aus Washington spürt, noch entschlossener in Sicherheitsfragen zu handeln. Die Münchner Konferenz selbst wurde von der verschärften wahrgenommenen Bedrohungslage geprägt (zuletzt berichteten mehrere Quellen über die gestiegenen Erwartungen an Deutschland als Anker der europäischen Sicherheit). Laut taz bekräftigten deutsche Regierungsvertreter die Notwendigkeit, die militärischen Kapazitäten weiterhin auszubauen. Die Süddeutsche berichtet außerdem, dass Kanzler Merz in München neue Verteidigungsinitiativen anstoßen will, auch auf Drängen der Amerikaner. Spiegel.de hob hervor, dass zwischen Deutschland und den USA zuletzt ein härterer Ton im Umgang mit dem Ukraine-Krieg zu beobachten war, gleichwohl der Austausch bei der Sicherheitskonferenz konstruktiv blieb.

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