USA und Iran: Annäherung am Verhandlungstisch in der Schweiz

Nach zähem Ringen: USA und Iran beenden erste Gespräche in der Schweiz, Hoffnungsschimmer auf Entspannung.

heute 06:00 Uhr | 1 mal gelesen

Manchmal läuft es zäh, manchmal überraschend schwungvoll – die jüngsten Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran zeigten beides. Im edlen Tagungshotel bei Luzern saßen Delegationen an einem runden Tisch, umgeben von den Vermittlern Pakistan und Katar. Deren gemeinsames Fazit in der Nacht: Die Atmosphäre sei 'positiv und konstruktiv' gewesen, immerhin. Es klingt fast schon wie ein diplomatisches Schulterklopfen an sich selbst, doch in Wahrheit steckt Substanz dahinter. Man hat sich nämlich auf konkrete Schritte geeinigt: Ein hochrangiges Komitee soll rasch gegründet werden, spezialisiert auf die kniffligen Baustellen Nuklearpolitik und Sanktionen. Arbeitsgruppen tüfteln in den kommenden Wochen an Details. Als Kontur schimmert ein Zeitrahmen durch: In zwei Monaten soll ein Abschluss stehen. Noch ist es ein weiter und steiniger Weg – aber ein erster, durchaus energischer Schritt wurde gemacht. Interessant: Die Delegationen haben auch einen Draht zueinander gespannt – einen Kommunikationskanal, um Missverständnisse oder gar brenzlige Zwischenfälle zu bremsen. Besonders im Nadelöhr der Straße von Hormus, wo jeder Irrtum schnell zu internationalem Feuerwerk führen kann. Außenminister Abbas Araghchi war nachher erstaunlich offen: Man habe 'bedeutende Fortschritte' erreicht, es sei Bewegung in die Freigabe von Öl- und Petrochemieexporten gekommen, ebenso bei blockierten Geldern. Noch ist das natürlich erst ein Versprechen, doch die Richtung stimmt. Weniger geradlinig verlief eine Episode, als US-Präsident Trump während der Gespräche neue Drohungen veröffentlichte und die iranische Delegation forsch den Saal verließ – aber auch das nur temporär; schließlich ging man zurück an den Tisch. Wie so oft in der Geschichte sind es nicht die glatt gebügelten Protokolle, sondern die kleinen Ausrutscher und Rückzieher, die belegen: Menschen, keine Maschinen, verhandeln hier.

In Luzern haben die USA und der Iran unter Vermittlung von Pakistan und Katar erstmals wieder direkt miteinander gesprochen. Die Beratungen waren laut den Vermittlern konstruktiv, mit der Aussicht auf einen neuen Verhandlungsmechanismus zu heiklen Fragen wie Irans Atomprogramm und Wirtschaftssanktionen. Neben dem geplanten Zeitplan für eine Einigung binnen 60 Tagen und Arbeitsgruppen zu verschiedenen Kernpunkten, wurde auch ein Notfall-Kommunikationskanal eingerichtet, besonders mit Blick auf die sensible Lage in der Straße von Hormus. Laut jüngsten internationalen Medienberichten wächst weltweit das Interesse an einer nachhaltigen Entspannung zwischen den USA und Iran, auch weil der Nahe Osten politisch enorm angespannt ist und jede Bewegung am Verhandlungstisch Auswirkungen auf globale Lieferketten – vor allem Öl – haben kann. Außerdem berichten mehrere Nachrichtenportale, dass der Parallelkonflikt um den Libanon, wie im Artikel angesprochen, besonders im Fokus bleibt. Seit dem von US-Präsident Biden vorangetriebenen Versuch, diplomatische Kanäle Richtung Teheran vorsichtig zu öffnen, sind diese Gespräche das bislang deutlichste Signal auf vorsichtige Entspannung. Gleichzeitig zeigen aktuelle Medienbeobachtungen, dass beide Seiten mit großem Misstrauen und innenpolitischem Druck hantieren: Die USA stehen vor einer Wahl, der Iran steckt in einer Wirtschaftskrise nach monatelangen Unruhen. Es bleibt also ein diplomatisches Tauziehen unter schwierigen Vorzeichen.

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