Vizepräsidentin Delcy Rodriguez übernimmt interimistisch Venezuelas Führung

Nach der Festnahme von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro durch die USA hat das oberste Gericht des Landes Vizepräsidentin Delcy Rodriguez als Übergangspräsidentin eingesetzt. Rodriguez soll die staatlichen Geschäfte leiten und Stabilität gewährleisten, bis eine endgültige Lösung gefunden ist.

04.01.26 08:29 Uhr | 36 mal gelesen

Maduro wurde zwar vorerst nicht offiziell seiner Funktion enthoben, aber das Amt ruhte – eine Entscheidung, die in Venezuela wohl für einige Verunsicherung sorgt. Interessant, wie US-Präsident Trump fast gönnerhaft erklärte, Rodriguez werde künftig mit den Vereinigten Staaten kooperieren, während sie selbst den US-Angriff entschieden als "brutal" und "menschenverachtend" abtat. Die Lage gleicht beinahe einer politischen Seifenoper, deren Plot sich minütlich weiterdreht: Während Rodriguez die Freilassung von Maduro und seiner Ehefrau Cilia Flores fordert, sitzt Maduro längst im Metropolitan Detention Center in Brooklyn – ein Ort, der nicht gerade für Komfort oder Gastfreundschaft bekannt ist. Es bleibt völlig offen, wie sich das Machtgefüge weiter verschiebt und wer am Ende tatsächlich am längeren Hebel sitzt.

Die Ernennung von Delcy Rodriguez zur Interimsstaatschefin ist ein weiteres Kapitel in Venezuelas anhaltender politischer Krise, deren Eskalation von internationaler Einflussnahme geprägt ist. Die USA hatten Nicolás Maduro unter dem Vorwurf des Machtmissbrauchs festgesetzt, wodurch ein Machtvakuum entstand, das das oberste Gericht prompt mit der Einsetzung von Rodriguez zu füllen versuchte. Während Rodriguez öffentlich für Maduros Freilassung eintritt und die US-Aktion scharf kritisiert, bleibt unklar, wie lange diese Übergangslösung bestehen kann – und inwieweit internationale Akteure und die venezolanische Bevölkerung das neue Arrangement akzeptieren werden. Laut aktuellen Berichten verschärft sich das innenpolitische Klima zunehmend, wobei Anhänger und Gegner der Regierung auf die Entwicklung zwischen Caracas und Washington blicken. Neuere Analysen zeigen, dass die US-Strafmaßnahmen gegen Venezuela soziale und wirtschaftliche Auswirkungen verstärken. Die Unsicherheit um Maduros endgültiges Schicksal und den zukünftigen Kurs des Landes ist derzeit so groß wie selten zuvor.

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