Wahlärzte und Privatkliniken: Warum 2026 mehr Eigenprofil gefordert ist – und reine Werbung nicht reicht

In Wien und anderswo geraten Wahlärzte, private Kliniken und medizinische Ambulatorien durch steigende Kosten und wachsende Konkurrenz unter Druck. Viele investieren in Webseiten, Social-Media-Präsenz oder externe Agenturen – doch der erwünschte Erfolg lässt oft auf sich warten. Positionierungsexperte Alois Gmeiner spricht von einem grundsätzlichen Problem der Sichtbarkeit, das sich nicht durch reines Marketing lösen lässt.

05.01.26 11:00 Uhr | 19 mal gelesen

Hand aufs Herz: Wenn Sie als Patient eine Wahlarztpraxis betreten, merken Sie eigentlich sofort, worin das Besondere – oder der konkrete Nutzen – gerade für Ihr Problem liegt? Wahrscheinlich nicht. Genau das ist laut dem Werbetherapeuten Alois Gmeiner das große Dilemma: Zu viele Wahlärzte setzen auf technische Modernität und Listen ihrer Leistungen, vernachlässigen aber die Frage, warum die Patientin, der Patient, ausgerechnet hier und nicht woanders richtig ist.

Das mag hart klingen, aber Gmeiner beschreibt es ein bisschen wie ein Schaufenster ohne Konzept – vieles ist da, aber wenig davon bleibt haften. Seine 3-Punkte-Analyse geht dabei weniger von abstrakten Marketingtheorien aus, sondern schaut dorthin, wo es wirklich zählt: Wie sehen und verstehen die Patientinnen die Ordination, das Angebot und die gesamte Kommunikation?

Erste Stufe: der Blick von außen – Wahrnehmung und Patientenbrille. Für viele Praxen liegt hier bereits die Wurzel des Problems. Es fehlt das klare, sofort spürbare Signal: Hier bekomme ich für mein individuelles Bedürfnis einen Mehrwert, den ich nirgendwo sonst finde.

Zweite Stufe: Was nützt das beste Spektrum, wenn das Wording nicht überzeugt? Viele Wahlhonorare wirken aus Perspektive der Patientinnen unverständlich oder sind schlecht begründet. Oft wird unterschätzt, wie sehr eine authentische Sprache (und auch eine mutige Abgrenzung zu den kostenlosen Angeboten der Kassenärzte) die Zahlungsbereitschaft oder das Vertrauen stärken könnte.

Und drittens: Innere Blockaden. Beim Thema Eigenwerbung herrscht nach wie vor Zurückhaltung: Der Grat zwischen Seriosität und Selbstdarstellung ist für Ärztinnen und Ärzte schmal. Aber gerade deshalb hilft Gmeiners Audit dabei, erst einmal die eigenen Stärken und das kommunikative Alleinstellungsmerkmal herauszuarbeiten, bevor übereilt auf Marketingkampagnen gesetzt wird.

Sein Fazit klingt überraschend unaufgeregt: 2026 wird nicht das Jahr der Werbeoffensive – sondern der Klarheit und Unterscheidbarkeit. Wer einfach und nachvollziehbar darstellt, was und für wen er steht, besteht nicht nur gegenüber einer Flut an Webseiten und Konkurrenz, sondern sichert auch die eigene ökonomische Basis.

Kontakt für Interessierte: Der Werbetherapeut Tel.: +43 699 133 20 234 E-Mail: info@werbetherapeut.com Web: https://www.top-praxismarketing.com & https://www.werbetherapeut.com

In Zeiten steigender Kosten, veränderten Patientenbedürfnissen und einem immer undurchsichtigeren Markt werden Wahlärzt*innen und private Kliniken zunehmend mit der Notwendigkeit konfrontiert, ihr Profil zu schärfen. Während der Großteil der Branche in digitale Sichtbarkeit und Werbung investiert, fehlt es oft an einer klaren, emotional verständlichen Positionierung – ein Problem, das Marketing allein selten lösen kann. Gmeiners dreistufiger Ansatz – ausgehend von Außenwahrnehmung, über ehrliche Nutzenargumente bis zur Überwindung interner Vorbehalte – setzt dort an, wo viele Praxen tatsächlich Schwierigkeiten haben: bei der Vermittlung des eigenen, spezifischen Mehrwerts. Nach neuesten Berichten (z.B. Deutsches Ärzteblatt, "Spiegel Gesundheit" und "FAZ", Stand Juni 2024) steigt nicht nur der Wettbewerbsdruck durch neue Angebotsformen, sondern auch die Patient:innen erwarten heutzutage eine individuelle, nachvollziehbare Ansprache – Stichwort: Patient Journey und Transparenz. Gleichzeitig diskutieren Gesundheitspolitiker und Standesvertreter über eine stärkere Unterscheidbarkeit zwischen Kassenarzt- und Wahlarztpraxen, wie aktuelle Artikel auf der taz, FAZ und SZ unterstreichen. Zu beobachten ist außerdem, dass innovative Praxen, die ihre Kommunikation gezielt an Patientenbedürfnisse anpassen, deutlich resilienter auf Marktdruck reagieren und seltener Auslastungsprobleme melden.

Schlagwort aus diesem Artikel