Warken fordert mehr Kompromissbereitschaft bei geplanten Krankenkassen-Kürzungen

Die CDU-Politikerin Nina Warken mahnt von allen beteiligten Fraktionen ein gewisses Maß an Flexibilität bei den Verhandlungen zu Einsparungen im Gesundheitswesen an.

heute 08:52 Uhr | 4 mal gelesen

Es wird Zeit, dass sich wirklich alle ein Stück weit aufeinander zubewegen, meinte Nina Warken, als sie bei RTL und ntv zum Thema Sparmaßnahmen bei den Krankenkassen befragt wurde. Die Vereinbarung, keine Vorschläge vorschnell abzulehnen, sei ein Anfang – doch jetzt müsse wirklich jede Partei von ihrer Lieblingsposition Abstand nehmen. Ihr Ziel: ein Maßnahmen-Paket, das als Ganzes überzeugt und nicht zum Flickenteppich aus Einzelinteressen mutiert. "Rosinenpickerei darf es nicht geben," betonte sie fast schon mahnend. Einen konkreten Vorschlag, solide abgestimmt mit ihren Regierungskollegen, wolle sie in Kürze vorlegen. Es werde bestimmt den einen oder anderen Disput geben, sagte sie offen, aber Wunschlisten seien fehl am Platz. Stattdessen rief sie dazu auf, bisherige Positionen zu überdenken und Kompromisse nicht als Niederlage, sondern als Möglichkeit zu sehen, etwas Belastbares für die Zukunft zu schaffen.

Nina Warken pocht auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Fraktionen im Streit um die Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen und ermutigt dazu, festgefahrene Positionen aufzubrechen. Angesichts steigender Gesundheitsausgaben und dem Druck auf die Kassen ist die Suche nach tragfähigen Sparmodellen eines der drängendsten Themen der aktuellen Sozialpolitik in Deutschland. Tatsächlich fordern neben ihr auch Ärzteverbände, Versicherte und Sozialverbände ein faires und praxistaugliches Kompromisspaket, das sowohl Versorgung sichern als auch unnötige Bürokratie abbauen hilft.

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