Weitere Zinsschritte der EZB wahrscheinlich: Schnabel bleibt vorsichtig

EZB-Direktorin Isabel Schnabel stellt weitere Zinserhöhungen im Euroraum in Aussicht – trotz aktuell sinkender Energiepreise mahnt sie zur Vorsicht.

heute 13:12 Uhr | 3 mal gelesen

Isabel Schnabel von der Europäischen Zentralbank lässt durchblicken, dass wir uns wohl auf weitere Zinserhöhungen einstellen sollten. 'Um die Inflation auf absehbare Zeit wieder an unser Zwei-Prozent-Ziel heranzuführen, werden aus heutiger Sicht weitere Anpassungen nötig sein', stellt Schnabel in einem Interview mit der 'Zeit' fest. Wann und wie stark die Zinsen angehoben werden, hänge aber von den Entwicklungen rund um den Nahost-Konflikt, den wirtschaftlichen Aussichten und den Inflationszahlen ab – das klare Bekenntnis zum Automatismus bleibt also aus. Es gibt interessante Nuancen: Obwohl die jüngste Waffenruhe im Nahen Osten die Energiepreise vorerst gedämpft hat, sieht Schnabel darin keinen Anlass zur Entwarnung. Kurzfristig könnte sich die Situation gebessert haben, doch aus Sicht der Geldpolitik sollte man gewappnet bleiben, meint sie. Apropos letzte Zinserhöhung: Auch im Rückblick sei dieser Schritt laut Schnabel in jeder Lage sinnvoll gewesen, selbst wenn sich die Ölpreise rascher stabilisieren sollten. Ohne diese ‚Bremsung‘, so ihre Überzeugung, wäre die Inflation mittelfristig über der Zwei-Prozent-Marke geblieben. Sie betont aber auch, dass noch keine Anzeichen für explodierendes Lohnwachstum erkennbar seien – die Erinnerung an die Inflationszeit im letzten Jahr sei aber noch zu frisch. Die Menschen könnten daher sensibler auf Inflationsrisiken reagieren als früher.

Isabel Schnabel signalisiert, dass eine lockerere Geldpolitik derzeit nicht zu erwarten ist – auch wenn die Lohnentwicklungen bislang noch keine größere Gefahr darstellen und Energiekosten temporär sinken. Die EZB wird also, je nach Entwicklung globaler Konflikte und wirtschaftlicher Prognosen, ihre Zinsen weiterhin anpassen. In jüngeren Berichten (z.B. auf tagesschau.de oder zeit.de) wird ebenfalls auf die gebremste, aber hartnäckige Inflation und die nervöse Stimmung an den Märkten hingewiesen. Laut aktueller Recherchen diskutieren europäische Wirtschaftsexperten, ob sich die restriktive Zinspolitik bremsend auf die Konjunktur auswirkt – zum Beispiel wird vor einer Kreditklemme oder verlangsamtem Wachstum gewarnt, während andere Fachleute die Entschlossenheit der EZB loben, um einen Kurswechsel nicht zu früh einzuleiten. Die Abhängigkeit von internationalen Energiepreisen und geopolitischen Unsicherheiten macht Prognosen weiterhin schwierig.

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