Wenn den Winter die Synästhesie packt: Autostadt Wolfsburg inszeniert spektakuläre Licht- und Klangshow

Kurz nach Sonnenuntergang mitten in Wolfsburg: Erstmals verwandelt sich das weitläufige Parkgelände der Autostadt in ein überdimensionales Zusammenspiel aus Musik und Licht. Zum Finale ihres Jubiläums hebt die Winterbeleuchtung nun ab – nicht nur als nostalgischer Lichtzauber, sondern als aufwändige Klang- und Lichtshow, die zweimal am Tag live choreografiert wird. Was das Ganze besonders macht: Millionen Lichterhülsen, präzise gesetzte Spots und endlos lange LED-Bänder interagieren mit fantasievoller Musik, alles synchronisiert über 28 Hektar, wobei Pflanzen, Architecture und sogar rauchende Kraftwerksschornsteine einbezogen werden.

19.12.25 15:01 Uhr | 50 mal gelesen

Wer im Winter 2025/26 Wolfsburg besucht, kann sich auf ein ungewöhnliches Schauspiel freuen. An zwei Zeitpunkten täglich – genauer gesagt um 16:30 Uhr und um 19:30 Uhr – wird aus dem simplen Einschaltmoment der Weihnachtsbeleuchtung ein orchestriertes Erlebnis für Augen und Ohren. Die Macher dahinter, allen voran Lichtdesigner Christian Glatthor und Klangexperte Timo Klingebiel, setzen auf die Faszination, mit der das Gewohnte plötzlich außergewöhnlich werden kann: Architektur als riesige Leinwand, Musik, die wie ein Nebel zwischen Pavillons streicht. Selbst Entschleunigung bekommt hier eine ganz neue Gestalt. Mal nimmt man die Show als leise, pulsierende Lichtwellen wahr, wenn man sich abseits der Musik auf der Berliner Brücke befindet; mal umhüllt einen die komplette Komposition mitten im Themenpark, als säße man mitten im Instrument. Kilian Lemmer vom technischen Eventmanagement beschreibt zurecht einen Spagat: Licht, Musik und sogar das Treiben auf dem Wintermarkt oder der Eislaufbahn werden zu einer untrennbaren Einheit verwoben. So etwas will geplant und technisch perfekt gezähmt sein – aber das Ergebnis wirkt, als sei es spontan gewachsen. Für den Lichtdesigner Glatthor besteht der Reiz in der Vielschichtigkeit: Das Areal verwandelt sich mal in ein klingendes Bühnenbild, mal in ein funkelndes, fasettenreiches Mosaik. Timo Klingebiel, der bei der Musik und Klanggestaltung federführend ist, hat keine klassische Soundinstallation geschaffen: Es ist wie ein akustisches Biotop, in dem man auf Entdeckungstour gehen kann. Die Klänge folgen nicht stur der Technik – sie tanzen mit dem Ort. Das Winter-Event startet am 28. November 2025 und endet am 4. Januar 2026. Nur an Heiligabend und Silvester bleibt alles dunkel. Weitere Infos, wie immer, auf www.autostadt.de/winter. Wer Fragen hat, erreicht die Pressestelle per Telefon oder Mail.

In Wolfsburg setzt die Autostadt mit der neuen Winterbeleuchtung ein Ausrufezeichen: Erstmals wird das jährliche Lichterfest nicht als bloße Dekoration, sondern als immersive Licht- und Klangshow inszeniert. Die Installation umfasst Millionen LEDs, über 300 Scheinwerfer und zeichnet sich durch eigens komponierte Musik sowie ein ausgeklügeltes Steuerungssystem aus, das verschiedene Perspektiven und Standorte einbezieht. Mit dem Ziel, ein kollektives Staunen – gerade auch bei alltäglichen Wegen wie dem Pendeln über die Brücken – hervorzurufen, setzt die Show auf Wandelbarkeit, technische Genauigkeit und emotionale Intensität und ordnet sich damit in einen wachsenden Trend von großen, audiovisuellen Lichtfesten in Deutschlands Städten ein. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass Lichtkunst-Events zunehmend als Mittel zur Belebung von Städten und zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls eingesetzt werden. In Berlin etwa erregte das „Festival of Lights“ mit beeindruckenden 3D-Projektionen zum Thema Frieden und Nachhaltigkeit zuletzt große Aufmerksamkeit (Quelle: [taz](https://taz.de)), während in Düsseldorf ein auf neuronalen Netzen basierendes Licht-/Sound-Projekt das Zusammenspiel von Technik und Kunst thematisiert (Quelle: [FAZ](https://www.faz.net)). Zugleich diskutieren Kritiker den hohen Energieaufwand solcher Events, gerade im Winter, und weisen auf die damit verbundenen Herausforderungen für Nachhaltigkeit und Umweltbilanz hin (Quelle: [Süddeutsche Zeitung](https://www.sueddeutsche.de)). Die anspruchsvolle Inszenierung in Wolfsburg ist also nicht nur Event, sondern steht auch stellvertretend für den Spagat zwischen technischer Innovation, Kulturangebot und ökologischer Verantwortung.

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