Wenn Gefühle ins Rampenlicht rücken: Prix Jeunesse für "Die Sendung mit dem Elefanten"

Köln – Stolz und Freude beim WDR: Die „Sendung mit dem Elefanten“ hat sich einen Platz auf dem Siegerpodest des renommierten Prix Jeunesse International gesichert. Das spezielle Folgen-Highlight "Wo stecken die Gefühle?" räumte den Preis in der Kategorie Nicht-Fiktion für Kinder bis sechs Jahre ab. In warmherziger Manier führt das Team kleine und große Zuschauer:innen durch die emotionale Welt von Wut, Angst & Co., ganz nah dran am echten Kita-Leben.

heute 10:59 Uhr | 3 mal gelesen

Manchmal sagt ein Gesichtsausdruck mehr als tausend Worte, vor allem bei Kindern. Der Filmemacher Markus Tomsche hat für das besondere Elefanten-Special zwei Wochen lang eine Kita in Köln besucht – und das, was da zwischen Basteltisch und Frühstück passierte, war alles andere als gestellt. Gemeinsam mit den Regisseurinnen Martina Heid und Malin Büttner entstanden ehrliche, fast schon intime Momentaufnahmen: Da kämpft Konstantin mit seiner Furcht beim Zirkustraining, während Elisabeth sich einfach nur durch einen miesen Kindergartentag schleppt. Klar, auch Streit gehört dazu. Luka und Evangelos zeigen, dass Versöhnung Mut und manchmal ein bisschen Nachhilfe von Elefant, Hase oder Knolle braucht. Musikalisch gibt Eva Sauter der Zerbrechlichkeit einen eigenen Soundtrack – traute Kinderherzen, die leise bluten, kennt schließlich jede und jeder. Das alles ist nah, echt, ein Stück Alltag, das sich wiedererkennen lässt. Wer neugierig geworden ist, findet die prämierte Folge ab sofort in der ARD Mediathek. Für den Prix Jeunesse International – eine Institution im Kinderfernsehen, die es seit den 60ern gibt – bewarben sich diesmal über 400 Produktionen aus mehr als 50 Ländern. Eingeschüchtert haben sich die Kölner davon offenbar nicht. Zu Recht, wie das Ergebnis jetzt zeigt.

Mit der Spezialfolge „Wo stecken die Gefühle?“ hat die „Sendung mit dem Elefanten“ beim diesjährigen Prix Jeunesse International triumphiert und einen der bedeutendsten Preise im Kinderfernsehen gewonnen. Die Macher begleiteten Kita-Kinder aus Köln über zwei Wochen und schufen einen authentischen Einblick in kindliche Emotionen: Angst, Frust, Versöhnung – alles ist dabei und wird nicht nur gezeigt, sondern liebevoll vermittelt. Aktuell wird in verschiedenen Medien auch auf die zunehmende Bedeutung von emotionaler Bildung und Medieninhalten hingewiesen, die Gefühle ernst nehmen und Kindern Handwerkszeug für ihren Alltag bieten. Außerdem wächst das internationale Interesse an medienpädagogisch wertvollen Sendungen, die reale Kinderwelten zeigen und Diversität in den Mittelpunkt stellen. Der diesjährige Prix Jeunesse stand im Zeichen von Authentizität und einem neuen, offenen Umgang mit Tabuthemen im Kinderfernsehen – von psychischer Gesundheit bis kultureller Vielfalt.

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