Wenn plötzlich 30 Leute jubeln: Die Berlin Cardshow begeistert Sammlerherzen im Olympiastadion

Berlin – Nicht nur Fußballfans pilgern ins Olympiastadion: Am Samstag verwandelte sich die Arena in ein Mekka für Sammelkarten-Liebhaber. Veranstalter Aaron Troschke und zahlreiche Sportikonen lockten über 5.000 Gäste – von Nostalgikern bis hin zu Newcomern – zur zweiten ausverkauften Berlin Cardshow. Besonders emotional: Die legendäre Trade Night, die schon am Vorabend Sammler aus aller Welt zusammenbrachte.

heute 12:28 Uhr | 3 mal gelesen

Klar, im Berliner Olympiastadion ist man große Gefühle gewöhnt – aber am letzten Samstag lag ein anderer Zauber in der Luft: "Ziehst du eine außergewöhnliche Karte aus der Packung, stehen innerhalb von Sekunden wildfremde Leute, vielleicht 30, im Kreis. Plötzlich wird gejubelt, gefilmt, Fremde klatschen sich ab und – wenigstens für diesen Moment – gehören alle zusammen. Da geht's nicht mehr nur um Pappe mit Aufdruck. Das ist echtes Adrenalin!", erzählt Gastgeber Aaron Troschke sichtbar begeistert. Mit über 5.200 Sammlern und Fans aus mehr als 20 Ländern wurde das Stadion kurzfristig zur Länderaustauschbörse, und zwischen Sportlegenden wie Axel Schulz, Ailton oder Max Kruse hätte man beinahe vergessen können, dass man eigentlich mitten in Berlin ist. "Gerade die Mischung aus Kultort, Promigrößen und dieser schrulligen wie ansteckenden Sammelleidenschaft macht die Berlin Cardshow zum Highlight", sagt Organisator Mike-Maurice Alt ohne falsche Zurückhaltung. Schön zu sehen – Generationen verbinden die gemeinsamen Sammelkarten-Momente. André (41) und Louis (10), Vater und Sohn aus Lichtenberg, erzählen von der Nostalgie alter Panini-Hefte, aber auch davon, wie sehr der Sohn auf das neue Design und das Tauschen abfährt. "Mein Herz hängt an meinen 90er-Alben, Louis steht total auf das stylische Glitzern von Chrome Cards und Pokémon – auf jeden Fall wollen wir heute eine Lennart-Karl-Karte für unsere Sammlung ergattern", fasst André das generationenübergreifende Treiben zusammen. Tatsächlich jagt das Publikum diesmal vor allem den neuen Bundesliga-Topps-Chrome-Karten der Saison 2025/26 hinterher: Lennart Karl ist der Name, den man allerorten hört. Rookies wie Karl oder El Mala sind gefragt wie nie, ihre Karten erzielen online Fantasiepreise – eine Karl-Karte wurde kürzlich für satte 140.000 Dollar verkauft. Für Fans und Spekulanten gleichermaßen eine reizvolle Mischung, wie auch Ex-Profi Kevin Großkreutz anmerkt. "Man weiß nie, wer von den Jungs als nächstes durch die Decke geht – da ist Sammeln fast ein bisschen wie Aktienhandel, nur mit mehr Herzblut... und weniger Schlaf, manchmal."

Die Berlin Cardshow entwickelt sich immer stärker zum Fixpunkt der deutschen Sammler-Szene: Mit über 5.200 Besucher:innen wurde erneut gezeigt, wie groß die Faszination für Sammelkarten ist – sowohl bei den alten Hasen als auch jüngeren Generationen. Besonders die Trade Night am Vorabend hob die internationale Relevanz des Events hervor, da Teilnehmer aus 20 verschiedenen Ländern angereist waren. Die Bundesliga Topps Chrome® 2025/26 Kollektion löste einen regelrechten Hype aus, selbst unter Fußball-Profis und gestandenen Sammlern – während Einzelstücke wie die Rookie-Karte von Bayern-Talent Lennart Karl enorme Marktwerte erzielen und als „Wertanlage“ gehandelt werden. Zusätzlich fand die Sammel-Community auch verstärkt Resonanz in größeren Medien: Laut "Der Spiegel" markiert der internationale Zuspruch für die Cardshow eine neue Ära für den Sammelmarkt in Deutschland, zumal gerade junge Sammlergruppen und weibliche Besucher:innen deutlich zunehmen. Die Tagespresse betont, dass mit der Popularität auch der Zweitmarkt für Karten deutlich anzieht – nicht zuletzt unterstützt durch soziale Netzwerke und spezielle Onlineplattformen. Schließlich sorgen prominente Gäste vor Ort und Storytelling um die einzelnen Karten dafür, dass Sammeln mittlerweile weit mehr als nur Hobby ist: Es wird ein Gemeinschaftserlebnis, fast ein Kult.

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