Was passiert, wenn Horst Schlämmer das Glück sucht? Ganz einfach: Deutschland schnallt sich an, weil der notorisch grantelnde, aber nun missionarisch fröhliche Reporter eine Tour von Süd nach Nord unternimmt. Die Zeiten sind ja speziell: Preise schnell wie Ferraris, Stimmung oft wie Nieselregen, und die guten alten Kneipen verschwinden. Also packt Schlämmer (alias Hape Kerkeling) die Schnauze voll und will wissen: Was macht uns eigentlich wieder zufrieden? Vom bayerischen Dorfkrug über Berliner Pflaster bis zur stürmischen Nordseeküste – per Mitfahrgelegenheit, Krabbenboot oder wenn nötig, zu Fuß – trifft er allerlei Figuren. Mal versaut das Wetter, mal ein verrückter Psychologe den Tag, aber Schlämmer wäre nicht Schlämmer, käme er nicht immer wieder auf die Beine. Und diesmal steht nicht die große Politik im Vordergrund, sondern die kleinen, echten Augenblicke, das Kichern am Tresen oder der Dialog im Wartesaal. Sven Unterwaldt, der schon andere skurrile Typen für die Leinwand eingefangen hat, führt Regie. Das Ensemble? Neben Kerkeling machen u. a. Tahnee (erstmals auf großem Screen!), Meltem Kaptan und Laura Thomas mit. Gedreht wurde an fast schon urigen Orten und einiges an Förderung gab’s auch. Wenn das mal nicht für ein Kinoerlebnis spricht, das mehr zurückgibt als eine Portion Popcorn.
Horst Schlämmer sucht erneut das Glück – oder diesmal besser gesagt: verteilt es großzügig auf Tour durch Deutschland. Die Komödie von Hape Kerkeling schickt ihre schrullige Hauptfigur auf eine Reise quer durch die Republik, wo sie mit Alltagsproblemen, allerlei Menschen und dem ganz normalen Wahnsinn konfrontiert wird. Alte Schlämmer-Fans können sich auf den vertrauten Humor freuen, während neue Zuschauer:innen den Kultcharakter vielleicht ganz neu entdecken. Fazit, ganz subjektiv betrachtet: Hier wird nicht nur die Lachmuskulatur beansprucht, sondern ganz nebenbei der Blick auf das, was wirklich Glück bedeuten könnte, geschärft. Nach neuen Medienrecherchen wird der Filmkult rund um Hape Kerkeling und die Figur Schlämmer regelmäßig als beispielhaft für humorvolle Gesellschaftskritik in der deutschen Popkultur gefeiert. Besonders vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Krisen, so aktuell viele Berichte, trifft der Streifen einen Nerv mit seiner Mischung aus Humor, Nostalgie und nachdenklichen Momenten, die nicht in Kitsch abgleiten. Die Premiere in Hamburg fand ein begeistertes und bunt gemischtes Publikum – die Nachfrage für weitere Vorführungen sowie der Wunsch nach Begegnungen mit den Stars deutet auf einen echten Publikumserfolg hin.