Abende wie dieser sind schwer in Worte zu fassen. Werder Bremen, aufgeladen vom heimischen Publikum, dreht gegen Eintracht Frankfurt ein wildes Spiel – nur um Sekunden vor dem Abpfiff den fast sicheren Sieg doch noch aus der Hand zu geben. Frankfurt legte einen Bilderbuchstart hin, als Arnaud Kalimuendo quasi aus dem Nichts gleich in der ersten Minute den Ball über die Linie bugsierte. Viele Teams wären da direkt ins Chaos gestürzt, doch Bremen blieb stoisch, wurde von Minute zu Minute stärker und kam in der 29. Minute dank Justin Njinmah verdient zurück ins Spiel. Nach der Pause: ähnliches Bild, aber dann nutzt Frankfurt die erste echte Chance im zweiten Durchgang und geht durch Nnamdi Collins erneut in Führung. Einmal mehr muss Werder anrennen. Und sie tun es – mit Herzblut. Jens Stage gleicht per wuchtigem Kopfball aus, ein Ruck geht durchs Stadion und Joker Jovan Milosevic dreht das Match fünf Minuten später auf Bremer Seite. Wer jetzt dachte: Das war’s – wurde eines Besseren belehrt. Nachspielzeit, letzter Angriff der Gäste, der Ball trudelt knapp an der Grundlinie entlang – eigentlich schon draußen, so der erste Eindruck. Ansgar Knauff schiebt ein, der Jubel wird eingefroren, die VAR-Entscheidung folgt: Doch kein Toraus, das 3:3 zählt. Bremen bleibt fassungslos zurück, Frankfurt feiert einen glücklichen Punkt. Fußball – manchmal fühlt es sich wie ein Krimi an.
Werder Bremen und Eintracht Frankfurt boten sich zum Bundesliga-Auftakt ins Wochenende ein denkwürdiges Duell, das hin- und herwogte und letztlich mit einem dramatischen VAR-Entscheid endete. Gerade als Bremen durch späte Treffer von Stage und Milosevic schon wie der sichere Sieger aussah, gelang Knauff für Frankfurt quasi auf den letzten Metern noch der Ausgleich. In aktuellen Berichten wird deutlich, dass beide Teams große Moral zeigten, Bremen aber nach Ansicht vieler Beobachter die größere Enttäuschung verdauen muss, weil der sicher geglaubte Heimsieg durch eine knappe, aber letztlich richtige VAR-Entscheidung doch noch verpasst wurde. Das Remis lässt beide Mannschaften im Mittelfeld der Liga verharren, während Experten betonen, wie wichtig die Video-Entscheidung für die Gerechtigkeit im modernen Fußball geworden ist. Darüber hinaus meldet beispielsweise die Süddeutsche, dass Bremen sich trotz des Nackenschlags unter ihrem Trainer Ole Werner weiter stabilisiert hat, während die Eintracht ihre Serie der späten Tore fortsetzt.