Wenn ich an Legionellen denke, habe ich ehrlich gesagt nicht gleich Panik – aber unterschätzen sollte man dieses Thema trotzdem nicht. Besonders in den warmen Sommermonaten, während viele Berliner in den Urlaub entschwinden und ihre Wohnungen quasi auf Standby-Modus laufen, können die winzigen Bakterien sich klammheimlich vermehren. Überraschend dabei: Es ist nicht das Trinken des Wassers, das gefährlich wird, sondern das Duschen. Über feine Wassertröpfchen, die fast unsichtbar durch die Luft schwirren, gelangen sie mitunter in die Lunge. Das kann dann im schlimmsten Fall zur Legionärskrankheit führen, einer schweren Lungenentzündung.
Das alles klingt erstmal nach Science-Fiction, ist aber handfeste Realität – und für Vermieter inzwischen auch ein rechtliches Thema. Die Trinkwasserverordnung verpflichtet nämlich dazu, in vielen Wohnanlagen regelmäßig auf Legionellen zu testen, meist alle drei Jahre. Natürlich klingt das ordentlich bürokratisch, aber mit digitalen Tools und Anbietern wie Techem lässt sich die Sache erstaunlich unkompliziert regeln. Die bieten unter anderem Online-Rechner und Schnelltests für Hausverwaltungen, die den organisatorischen Aufwand ziemlich einhegen.
Manchmal frage ich mich, ob wir uns in Deutschland nicht zu sehr in Regeln verlieren – doch gerade hier haben sie ihren Sinn: Einmal nicht gecheckt, und schon kann das sommerliche Home-Office zur gesundheitlichen Stolperfalle werden. Mein Tipp: Vor der Reise nochmal das Wasser gründlich laufen lassen – und, na klar, auch mal kurz innehalten, ob alles im Gebäude wassergerecht tickt. Wer jetzt vorsorgt, kommt nicht nur sorgenfreier durch die Urlaubszeit, sondern lebt gesünder.
Legionellen werden im Sommer zum Risiko, weil stagnierendes Wasser in ungenutzten Leitungen ideale Bedingungen für das Bakterienwachstum schafft – besonders in Großstädten wie Berlin, wo urlaubsbedingte Leerstände normal sind. Aktuelle Empfehlungen betonen, dass neben den gesetzlichen Prüfpflichten (laut Trinkwasserverordnung mindestens alle drei Jahre in Großanlagen) auch proaktive Maßnahmen wie Spülen der Leitungen, Temperaturkontrolle und digitale Überwachung unerlässlich sind. Hinweise aus neuen Medienberichten unterstreichen, dass nicht nur Vermieter, sondern auch Mieter durch kleine Alltagsschritte (wie regelmäßiges Aufdrehen der Hähne) mithelfen können, das Risiko niedrig zu halten, zumal laut aktuellen Gesundheitsamt-Daten die Zahl der Legionellenfälle in Ballungsräumen im Sommer tendenziell leicht ansteigt; Experten sehen dennoch keinen Grund zur Panik, jedoch klare Notwendigkeit für Vorsorge und moderne Systeme zur frühzeitigen Erkennung.