Wilde Rückkehr: Orang-Utans und andere Abenteuer bei „Terra X: Faszination Erde“

Mitten im Dschungel von Borneo erlebt Wildtierärztin Hannah Emde, was es wirklich heißt, Tierarten zurück in die Freiheit zu entlassen. In der neuen Staffel von „Terra X: Faszination Erde“ begleitet sie rare, aufwühlende Naturschutzprojekte auf mehreren Kontinenten: von Bären in Finnlands endlosen Wäldern bis zum pulsierenden Leben im chilenischen Humboldtstrom. Ab dem 4. März 2026 ist die gesamte Reihe im ZDF-Stream – das Timing am Sonntagabend bleibt klassisch: 8., 15. und 29. März, jeweils um 19:30 Uhr.

heute 12:54 Uhr | 3 mal gelesen

Finnland – Im Zwielicht zwischen Licht und Finsternis

Finnland – berühmt für seine stille, überwältigende Natur und die Tatsache, dass die Menschen dort, offenbar erstaunlich widerstandsfähig, zu den zufriedensten Europas gehören. Hannah Emde taucht bald in das Leben ein, das geprägt ist von ewig langen Nächten und endlosen Tagen. Nordlichter spannen grüne Vorhänge über die winterkalten Seen, während Rentierherden aus dem Nebel auftauchen und Bären sich scheu durch den Schnee bewegen. Manchmal wirkt die Landschaft wie aus einem nordischen Märchen – und dann wieder absolut unbarmherzig. Es liegt Zauber in der Melancholie der Wälder, den flüchtigen Blicken seltener Tiere und in kleinen, erstaunlichen Begegnungen auf der Suche nach dem finnischen Glück (ZDF: 8. März 2026, 19:30 Uhr).

Chile – Von Wüstenwinden und kosmischer Neugier

Chile: Ein Land voller Kontraste. In der scheinbar endlosen Atacamawüste sucht Hannah Emde nach Spuren von Leben, die sich ungewöhnliche Taktiken ausgedacht haben – Lebewesen, die Wasser aus Nebel destillieren. Entlang des rauen Humboldtstroms, wo kaltes Meerwasser Leben geradezu explodieren lässt, folgen die Filmenden dem Treiben von Pinguinen, Robben und gigantischen Schwärmen von Fischen. Die gewaltigen Anden locken mit Geysiren, Gletschern und dem Adlerschatten, während oben in der Sternewüste das Extremely Large Telescope still auf die Geheimnisse des Universums lauert (ZDF: 15. März 2026, 19:30 Uhr).

Borneo – Freilassung im Regenwald

Und dann Borneo: Die wohl nervenaufreibendste Mission überhaupt. Nach über zehn Jahren Vorbereitung können drei Orang-Utans endlich in die Freiheit – begleitet von einem ganzen Stab aus Wissenschaft, Medizin und Pragmatismus. Es sind Momente voller Zitterpartien: Jeder Fehler könnte fatal sein. Hier wird Tier- und Naturschutz zum ernsthaften Drahtseilakt, an dessen Ende die Hoffnung steht, dass nicht nur das einzelne Tier, sondern ein ganzes Ökosystem profitiert. Der Mut und die Überzeugung von Hannah Emde schwingen mit: Die Arbeit ist enorm – aber genau das braucht echter Artenschutz (ZDF: 29. März 2026, 19:30 Uhr).

Die Doku läuft in barrierefreien Fassungen – wie Audiodeskription oder Gebärdensprache.

Presse und weitere Infos

Kontaktdetails für Nachfragen: Marion Leibrecht, ZDF-Kommunikation, 06131-70-16478. Fotos und weiteres Pressematerial gibt’s im Presse-Portal oder per Mail an pressefoto@zdf.de, 06131-70-16100.

Weiterführendes & Streaming

Hannah Emdes Audio-Interview, mehr Details zu allen Folgen und persönliche Statements: ZDF-Presseportal. Fürs Heimkino: alle Folgen on demand über das ZDF-Streaming-Portal.

Hannah Emde lenkt als leidenschaftliche Wildtierärztin den Blick auf drei einzigartige Lebensräume. In Finnland spürt sie der Verbindung zwischen Natur, Licht und menschlichem Wohlbefinden nach – und entdeckt, wie sehr Klimawandel und Urbanisierung die fragile Balance bedrohen. Chiles Landschaften zeigen extreme Anpassung: Nicht nur Tiere trotzen hier Wetter und geografischen Herausforderungen, auch Technik, wie das ELT, tastet nach dem Ursprung des Lebens. Die Auswilderung der Orang-Utans auf Borneo steht exemplarisch für globale Bemühungen, Lebensräume zu schützen, obwohl der Mensch sie in den letzten Jahrzehnten durch Rodungen und Plantagen stark dezimiert hat. Erst kürzlich berichteten mehrere Medien, dass Orang-Utans weiterhin zu den am stärksten bedrohten Menschenaffen gehören; Rehabilitations- und Auswilderungsprojekte wie dieses sind für den Schutz der Art essenziell. Neue Zahlen zeigen, dass alleine auf Borneo die Population um 50% zurückgegangen ist – vor allem durch illegalen Holzeinschlag, Palmölproduktion und Wilderei. Aufgrund ihrer Rolle als „Gärtner des Regenwalds“ betonen Forscher, dass ihr Verlust das gesamte Ökosystem destabilisiert.

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