Es hat lange gedauert – zwei Jahre Prüfprozess, zahlreiche Fragen und vermutlich nicht immer nur entspannte Tage für die Crew in Köln. Aber jetzt ist klar: Yello, bislang vor allem als Stromanbieter bekannt, läuft neuerdings mit dem 'B' auf der Brust durchs Business. Wer mit dem Zertifikat von B Lab Europe versehen wird, muss sich in diversen Bereichen behaupten. Da geht es nicht nur um Umweltschutz, sondern auch um Umgang mit Mitarbeitenden und die Einbindung der Community. Patrick Bottermann, der Nachhaltigkeit bei Yello vorantreibt, sagt offen, dass die Stärken beim Team liegen: Faire Löhne, sichere Jobs und eine Atmosphäre, die anscheinend auch Montagmorgen aushält. Umweltaspekte? Auch da wird nicht gekleckert: 100% Ökostrom für alle Kundinnen und Kunden, in allen Tarifen. Und (das erstaunt manchmal noch): Die B Corp Zertifizierung ist kein schickes Label, das man sich einmal ans Hemd klopft. Sie verlangt, dass alles transparent gemacht und laufend besser wird. Die Ergebnisse – wer es genau wissen will – stehen offen im Netz. Gleichzeitig steckt man gern die Latte noch höher: Mehr Angebote fürs grüne Heizen und die wachsende E-Mobilität sind fest eingeplant. Dabei ist Yello in Deutschland immer noch eine Minderheit – nur drei Energieversorger haben bisher ein B Corp Siegel. Zur Einordnung: Die Idee stammt aus den USA, berühmte Marken wie Patagonia sind seit Längerem dabei. Inzwischen gibt’s weltweit über 10.000 zertifizierte Betriebe. Vielleicht wird das irgendwann Standard – für Yello ist es aber erstmal eine ziemlich große Sache.
Mit der B Corp Zertifizierung positioniert sich Yello klar als Vorreiter für nachhaltiges Wirtschaften unter Deutschlands Energieversorgern. Das Zertifikat bewertet nicht nur ökologische Verantwortung, sondern verlangt auch transparente Unternehmensführung, soziale Fürsorge und kontinuierliche Verbesserungsbereitschaft – Stichworte, die bei Yello offenbar keine Lippenbekenntnisse sind. B Corp wird immer mehr zu einem relevanten Qualitätsmerkmal im Energiemarkt, wobei Yello mit seinen nachhaltigen Tarifen und Initiativen beim Thema Mitarbeitende punktet; gleichzeitig bleibt der Druck, die hohen Standards auch künftig zu halten und zu verbessern. Bei einer aktuellen Recherche zeigen sich steigende Anforderungen an Energieanbieter im Hinblick auf Dekarbonisierung und gesellschaftliche Verantwortung. Diskussionen in den Medien beleuchten zunehmend, wie Unternehmen mit B Corp Siegel sich vom 'Greenwashing' abgrenzen wollen und welchen Herausforderungen sie begegnen – etwa den messbaren Nachweisen von positiven Effekten. Gleichzeitig wird das Siegel – auch angesichts kritischer Stimmen aus Umweltverbänden – als Hoffnungsschimmer für echte Veränderung in 'alten' Branchen gesehen.