Was fühlt man, wenn von einem verlangt wird, das Land zu verteidigen? Und wie verändert sich das Denken nach einem Kriegs- oder Kriseneinsatz? Markus Lanz setzt sich in einer dreiteiligen Gesprächsreihe mit Menschen auseinander, die wissen, wovon sie reden – etwa ehemalige Soldatinnen und Soldaten, Jugendliche mit frischen Erfahrungen rund um die neue Wehrpflicht, aber auch Experten aus Politik und Gesellschaft. Die Gespräche sind mal nachdenklich, mal kontrovers, und ganz sicher nie gleichgültig.
3. März 2026, 23:15 Uhr, ZDF:
Veteran:innen berichten offen über das, was Dienst in Litauen, Bosnien oder Afghanistan für sie bedeutet hat – zwischen Tabus, Traumata und dem brodelnden Wunsch nach gesellschaftlicher Anerkennung. Ex-Kommandosoldat Andreas Rückewoldt etwa teilt seine Erfahrungen mit Gewalt und Gänsehautmomenten, über die selten gesprochen wird.
4. März 2026, 23:15 Uhr, ZDF:
Am Mittwoch kommen junge Leute zusammen, die ganz unterschiedliche Blicke auf das Thema Pflichtdienst werfen. Da ist Gymnasiast Marius Lange, der zufällig Teil der ersten Generation neu erfasster Wehrpflichtiger wurde. Und dann sind da Menschen wie Léocadie Reimers oder Kerry Hoppe, die sich freiwillig für die Bundeswehr gemeldet haben und das auch nachträglich nicht bereuen. Im Kontrast: Podcaster Ole Nymoens klare Absage – für ihn hat das eigene Leben den höchsten Wert, selbst wenn das Unangenehmes bedeutet.
5. März 2026, 23:15 Uhr, ZDF:
Zum Abschluss kommt es zu einer Runde mit Fachleuten: Militärs, Politikern und Wissenschaft bekommt das Wort – mit strittigen wie analytischen Einschätzungen zur deutschen Verteidigungspolitik in einer unsicherer gewordenen Welt.
Wer weitere Infos braucht, Fotos möchte oder die Sendungen nachschauen will, findet alles beim ZDF online oder direkt über die Kommunikationsabteilung. Der persönliche Kontakt zu den verantwortlichen Redakteuren ist übrigens weiterhin ausdrücklich erwünscht – auch das ist mal eine Randnotiz wert.
Der Themenschwerpunkt von 'Markus Lanz' beleuchtet Deutschlands neue Verteidigungspolitik nach dem Ukraine-Krieg, vor allem im Lichte der wiederbelebten Wehrpflicht und gesellschaftlichen Debatten über Krieg und Soldatentum. Dabei werden einerseits persönliche Einblicke ehemaliger Soldat:innen, andererseits Einstellung und Ängste junger Menschen sowie Positionen von Politiker:innen und Militärexpert:innen diskutiert. Interessant ist, dass in aktuellen Hintergrundberichten etwa bei der Süddeutschen und der ZEIT verstärkt analysiert wird, wie die psychische Belastung und gesellschaftliche Spaltung angesichts Wehrdienstdebatten wächst; auf internationalen Newsseiten wie DW wird zudem die fortwährende Unsicherheit über die Zukunft der europäischen Verteidigung und die Erwartungen an Deutschland als EU-Nation deutlich. Außerdem berichtet die TAZ, dass gerade junge Frauen und Minderheiten durch die Wehrpflicht-Problematik nun viel präsenter in der öffentlichen Debatte sind und neue Perspektiven einfordern.