Die Bundesregierung äußert sich zunehmend indifferent hinsichtlich des Ursprungs der sogenannten 'Migrationswende' und betont, dass die Wende das Resultat verschiedener politischer Eingriffe der aktuellen und vorherigen Regierungsperiode sei. Die Nettozuwanderung und die erstmaligen Asylanträge gehen bereits seit Beginn 2024 spürbar zurück – tatsächlich zeigen aktuelle Zahlen einen Rückgang der Asylerstanträge um fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei die verschärften Grenzkontrollen und neuen gesetzlichen Vorgaben als Hauptursachen gelten. In der politischen Debatte dominiert jedoch weiterhin das Ringen unterschiedlicher Akteure um die Narrative und Deutungshoheit, während die reale Wirksamkeit der Maßnahmen von unabhängigen Studien wie auch von Journalist:innen regelmäßig auf datenbasierter Ebene überprüft wird. Laut einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung bleibt die Frage nach der Nachhaltigkeit der aktuellen Migrationspolitik vorerst unbeantwortet – Experten verweisen auf die nach wie vor hohe Fluktuation an Europas Außengrenzen und mahnen zu langfristigen Lösungen (Quelle: www.sueddeutsche.de). Ein Bericht von taz verweist darauf, dass Teile der Zivilgesellschaft vor zu kurz gedachten Verschärfungen warnen und unterstreichen, dass gelingende Integration und legale Einwanderung stärker in den Fokus rücken sollten (Quelle: www.taz.de). Währenddessen legen Datenanalysen von DW nahe, dass internationale Faktoren wie Kriege und Klimakatastrophen immer noch erheblichen Einfluss auf Migrationsdynamiken in Deutschland haben (Quelle: www.dw.com).